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Pointe du Van oder doch Pointe du Raz?

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Die Pointe du Raz zählt mit ihren schroffen Klippen zu den charakteristischsten Kaps der bretonische Küste. Die Pointe du Van ist hingegen das gezähmte Gegenstück. Die Felsformationen sind weniger markant. Stattdessen säumt Heidefläche, eine Kapelle und ein kleiner Kiosk das Kap Pointe du Van.
Wir starten erst mal mit Pointe du Van. Ingesamt geht es hier auch deutlich entspannter zu, denn so viele Besucher wie die Pointe du Raz zieht die Pointe du Van bei Weitem nicht an. Wieso also nicht vom Pointe du Van zur Pointe du Raz laufen? Das war eigentlich auch unser Plan. Aber diesen mussten wir dann leider abändern. Warum? Das erfährst du unten in unserem Bericht.
Am Pointe du Van ist das Parken, wie so häufig in Frankreich, kostenfrei. Und so konnten wir hier über Nacht mit unserem Camper stehen. Der Parkplatz befindet sich einige wenige hundert Meter vom Meer entfernt und so kannst du in einer ruhigen Nacht den Wellen lauschen – sofern du keine lauten Nachbarren im Wohnmobil hast, wie wir es hatten.

Von der Pointe du Van zur Pointe du Raz

Die Wanderung, die um die Pointe du Van führt, kann man problemlos mit dem Weg zur Pointe du Raz kombinieren. Damit wird jedoch aus einer knapp halbstündigen Wanderung eine Halbtagestour. Nur leider war bei uns strömender Regen und eine Besserung war am Himmel nicht zu sehen.

Chapelle Saint-They

Vom Parkplatz Pointe du Van sind es wenige Fussmeter zur Chapelle Saint-They, die wie von Gotteshand errichtet über den Felsklippen thront.
Von hier hast du eine wunderschöne Sicht entlang des Küstenweges. Denn es ragen immer wieder urtümliche Grantifelsen auf das Meer heraus und bilden so kleine Buchten. Die grösste Bucht, die du von hier sehen kannst, ist die Baie des Trépassés. Diese Bucht ist erneut für Surfer sehr beliebt.

Touristenmagnet: Pointe du Raz

Entgegen einiger Meinungen ist der Pointe du Raz nicht die westlichste Spitze Frankreichs. Dieser Titel gebührt einem anderen Ort der Finistère, dem Pointe de Corsen, ein paar Buchten weiter nördlich. Nichtsdestotrotz ist der Pointe du Raz ein Besuchermagnet. Der Aussichtspunkt steht als „Grand site de France“ im Rang einer landesweit berühmten und damit schützenswerten Naturlandschaft. Der ungezügelte Besucherstrom der vergangenen Jahre hatte es notwendig gemacht, dass zum Schutz von Flora und Fauna besondere Massnahmen ergriffen wurden.
So muss, wer heute mit dem Auto oder wie wir mit dem Wohnmobil anreist, das Gefährt am ausgeschilderten Touristenzentrum abstellen. Das Parken kostet hier pauschal 6 Euro. Anschliessend geht es vom „Maison de la Pointe du Raz et du Cap-Sizun“ in wenigen Minuten Fahrt mit einem Shuttle-Bus an die Spitze oder du wanderst wie wir zu Fuss entlang der Küste. Vom Felsvorsprung, der eigentlichen „Pointe“, bietet sich einherrliches Panorama von zerklüfteten Klippen und dem in 72 Meter Tiefe an die Küste brandenden Ozean.
Die Strömung des Meeres zwischen den Ausläufern der Felsen und den nahegelegenen kleinen Inseln ist hier sehr stark. Von dem rasenden Wasser („raz“) hat der Pointe du Raz auch seinen Namen. Die Kraft des Ozeans hat in den Stein des Festlandes eines Höhle geschnitten, die sogenannte „Die Hölle von Plogoff“.
Auf den vom Aussichtspunkt aus erkennbaren Inseln stehen die Leuchttürme Phare de la Vieille und der Phare de Tévennec. Heute sind die Leuchttürme genau wie die Eilande unbewohnt, der Betrieb der Lichtsignale läuft komplett automatisch.

Unsere Übernachtung:

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