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Yangon: Sehenswürdigkeiten und Insider-Tipps

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Heute haben wir das Chaos Yangons kennen und lieben gelernt. Wir vergleichen natürlich Rangun mit Indien, in denen sich so viel, aber irgendwie auch überhaupt nichts anders ist. Obwohl wir finden, dass Yangon schon einige Jahre weiter ist als Indien.

Klar, mittlerweile fällst du als Tourist weniger auf. Du erntest doch ab und zu noch ungläubige Blicke, jedoch nicht so viele wie in Delhi. Es gibt unzählige Restaurants, die auf Reisende zugeschnitten sind. Und überhaupt entstehen immer mehr (und komfortablere) Unterkünfte.

Yangon: Der erste Überblick im Grossstadtchaos

Vermutlich startet (oder endet) deine Reise in Yangon, denn die meisten internationalen Flüge landen in Yangon. Für uns war Yangon der Start unserer Myanmar-Reisen. Irgendwie haben wir auch heute Lust, gleich komplett in das Grossstadtchaos einzutauchen. Obwohl wir eine kurze Nacht in Kalkutta hatten und um 3 Uhr in Richtung Flughafen los mussten.

Sei vorgewarnt: Yangon ist mit Abstand der chaotischste, verkehrsreichste, lauteste und auch schmutzigste Ort Myanmars. Was gleichzeitig auch bedeutet: Wenn du es hier in Rangun aushältst, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen auf deiner Myanmar-Reise. Yangon ist schwer in Worte zu fassen. Diese Stadt musst du erlebt haben. Für uns ist dies jedoch überhaupt kein Schock mehr, da wir von Indien viel viel mehr an Dreck, Smog und Gehupe gewöhnt sind.

Wir empfehlen dir, mindestens zwei Nächte in Yangon zu bleiben. Mehr Zeit ist natürlich immer besser, aber in zwei Tagen kannst du schon einen ganz guten Einblick bekommen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rangun besichtigen, ohne dich allzu sehr stressen zu müssen.

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Yangon

In Yangon gibt es mehr Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, als du es vermuten würdest. Klar, jeder kennt das gigantisch schöne, über alle Massen faszinierende Monument namens ShwedagonPagode. Doch auch abseits von Pagoden und Tempeln gibt es jede Menge sehenswerte Dinge, die dich problemlos für mehrere Tage beschäftigen. Wir haben für unsere Reise jedoch 2 Tage eingeplant und sind vollkommen zufrieden und haben sehr viele Sehenswürdigkeiten besichtigen können.

Shwedagon-Pagode

Wenn du nur Zeit für eine einzige Sehenswürdigkeit in Yangon hast, dann muss es die Shwedagon-Pagode sein. Wir garantieren dir: Der Besuch wird dir für immer und ewig im Gedächtnis bleiben. Der Eintritt in die Shwedagon-Pagode kostet 10’000 Kyat (6 CHF / 5 EUR). Wir sind mit dem Bus Nr. 8 oder 11 von der Innenstadt bis zur Pagode für 400 Kyat gefahren. Hier ist der Dresscode wichtig. Frauen und Männer werden nur mit bedeckten Knien und Schultern eingelassen. Du bekommst einen Sarong („Longyi“) zum Ausleihen (3’000 Kyat Depot).

Die gigantische Pagode ist das Wahrzeichen Myanmars und ist überhaupt eines der wichtigsten buddhistischen Heiligtümer der Welt. Selbst Superlative reichen nicht aus, um zu beschreiben, was hier mitten in Yangon fast einhundert Meter in den Himmel ragt.

Mit geschätzt 60 Tonnen Gold, 4500 Diamanten (!) ist der Chedi der Shwedagon-Pagode belegt. Hinzu kommen tausende Diamanten und Edelsteine. Die Magie, die von der Pagode ausgeht, ist nicht in Worte zu fassen. Und wenn du einmal davor stehst, bleibt dir erst mal die Spucke weg. Wie schön 🙂

Daher empfehlen wir auch, dir genügend Zeit für den Besuch der Shwedagon-Pagode zu nehmen. Wir raten dir, am Abend vor Sonnenuntergang da zu sein. So kannst du die Shwedagon-Pagode sowohl bei Tageslicht funkeln als auch unter dem Sternenhimmel leuchten sehen. Ausserdem ist es unglaublich spannend zu sehen, wie sich die Stimmung ändert, sobald die Sonne untergegangen ist. Wir sind um 16 Uhr bei Tageslicht eingetroffen und haben uns dann bis etwa 18:30 Uhr um die Pagode verweilt. Das würden wir auch jederzeit wieder so machen. Natürlich bist du um diese Uhrzeit nicht alleine. Aber unser Glück ist, dass die Saison noch nicht gestartet hat und es noch nicht viele Besucher hat.

Sule-Pagode

Die Sule-Pagode ist bei weitem nicht so spektakulär wie ihre „grosse Schwester“. Der Eintritt kostet hier 5’000 Kyat pro Person. Aber gerade, weil es die meisten Besucher zur Shwedagon-Pagode zieht, ist es rund um die Sule-Pagode viel ruhiger ausser der Verkehr macht das ganze Flair ein wenig hektischer.

Wir empfehlen dir, die Sule-Pagode zu besuchen, wenn du in der Nähe bist. Sie zählt aber unserer Meinung nach nicht zu den absoluten Must-Sees in Yangon.

Markt in Chinatown

Sehr sehenswert ist der laute und lebhafte Strassenmarkt in Chinatown. Chinatown beginnt etwa in der 19. Strasse und zieht sich Richtung Osten. Am interessantesten (und chaotischsten) finden wir das Markttreiben in der 26. Strasse. Kleine Vorwarnung: Stellenweise benötigst du einen robusten Magen. Am ekelhaftesten finden wir persönlich den leicht süsslichen Fleischgeruch, der gnadenlos in der Luft liegt. Kein Wunder, denn hier wird direkt an der frischen Luft ein Fisch geschlachtet und ausgenommen. Unsere Empfehlung: Nase zu und durch – das Spektakel solltest du dir nicht entgehen lassen.

Kolonialgebäude in der Altstadt von Yangon

Myanmar war einst eine britische Kolonie. Yangon (oder Rangun, wie die Stadt damals hiess) ist eine der wenigen Städte, in denen zahlreiche Bauwerke aus vergangenen Zeiten erhalten geblieben sind. Daher findest du in ganz Rangun verteilt unzählige Kolonialbauten. Für diese Kolonialbauten haben wir eine kleine Route abgelaufen. Die Route zieht sich über ca. 2 km und dafür haben wir 60 Minuten gebraucht. Manche Bauwerke sind längst verfallen, doch einige sind renoviert und wirklich hübsch anzusehen.

Wenn du die schönsten Kolonialbauwerke Yangons sehen möchtest, dann starte wie wir es gemacht haben am besten nördlich der Sule-Pagode. Hier befindet sich das Rathaus von Yangon („City Hall“).

Wenn du nun Richtung Süden an der Sule-Pagode vorbeigehst, gelangst du zu einem riesigen Platz („Maha Bandula Park“). Hier steht das Gebäude des Obersten Gerichtshof („High Court“).

Wenn du dir den Weg nun noch weiter Richtung Süden (zum Fluss) bahnst, dann gelangst du zum Hafen. Währenddessen kommst du an der Strand Road vorbei. Hier befindet sich das vermutlich berühmteste und prunkvollste Hotel Yangons, das „Strand Hotel“. Eine Übernachtung ist für den Durchschnittsreisenden kaum zahlbar – du legst hier etwa 370 Schweizer Franken für ein Doppelzimmer ab.

Ministers‘ Building

Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art (und ebenfalls ein Erbe der Kolonialzeit) ist das Minister’s Building, auch bekannt als „The Secretariat“. 1947 wurden der Unabhängigkeitskämpfer General Aung San sowie sechs Kabinettminister hier ermordet.

Im riesigen Gebäudekomplex sind verschiedene Museen sowie ein Restaurant beherbergt. Das Areal ist abgezäunt und Restaurationsarbeiten sind voll im Gange. Daher konnten wir nicht näher treten. Somit entsteht dieses Foto mit Gerüstbauten.

 

Bogyoke Aung San Markt

Der Bogyoke Aung San Markt ist zwar der berühmteste Markt in Yangon, aber ein Besuch ist unserer Meinung nach kein absolutes Muss. Der Markt ist – vor allem in der ebenerdigen Etage – mittlerweile ziemlich touristisch. Empfehlen können wir euch aber, auch das obere Stockwerk zu besuchen. Dorthin verirren sich weniger Menschen und du kannst den Näherinnen bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken.

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