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Tanumshede – Felsritzungen

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Das Weltkulturerbe der Felsritzungen in Tanum musst du einmal gesehen haben. Auch nach dem Besuch in Alta ist es immernoch faszinierend.

Die Bronzezeitmenschen haben sich in diesem Gebiet eindrücklich verwirklicht. Das ist so etwas wie eine riesige Freiluftgallerie. Die Felszeichnungen entstanden alle an der Küste. Schweden hebt sich seit dem Wegschmelzen der Eislast der Gletscher der letzten Eiszeit immer noch weiter an. Daher sind die Zeichnungen nun nach 2500-3000 Jahren ziemlich weit im Landesinneren.

Die Ritzungen wurden mit harten Steinen gefertigt. Die Farbe wurden zusätzlich hinzugefügt. Ob im Original auch Farben verwendet wurden, weiss man nicht.

Die Zeichnungen können an vier Orten angeschaut werden.

Litsleby: Über eine grosse Komposition mit Schiffen, Tieren und Menschengestalten wurde eine speerschwingende Riesenfigur darüber geritzt. Ein Gott, ein Superkrieger?

Es sind Reiter mit Speeren und Schilden auf Pferden.

Wie vieles Symbolik und was die Realität abbildet, weiss man nicht. Man hat nirgends Abbildungen vom Alltagsleben gefunden. Und die Grabbeilagen waren immer nur „Spielzeug“-Waffen, nicht für den Kampf einsetzbar. Die Schiffe könnten ein Sinnbild für den Tod sein, daher auch die vielen Gräber in Schiffform. Götter hat man vielfach nicht zeichnen wollen oder dürfen: Also hat man nur deren Fuss- oder Sohlenabdrücke gezeichnet. Immer in Blickrichtung zum Betrachter.

Während der Zeit der Ritzungen wurde auch von Gräbern auf Einäscherung umgestellt. Das könnte ein paar der Motive erklären, meinen die Fachleute.

Asperget: Hier gibt’s die meisten Zeichnungen. Viele sind die letzten Jahre stark verwittert worden und man sucht Wege, um die Steine zu konservieren.

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