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Schilthorn – Mit dem Wohnmobil zum Stechelberg Parkplatz

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James Bond auf dem Schilthorn

Und Action: Wilde Verfolgsjagden im Schnee, eine Lawine, Intrigen und hübsche Frauen. Am Ende fliegt die ganze Bergstation in die Luft. So kennt man ihn, den Bond 007. Wie aber kam es, dass James Bond seinen Auftrag in der Schweiz auf dem Schilthorn erledigt?
Es war reiner Zufall. Der Deal steht demzufolge auch schnell: Wir bauen euch die Bergbahn und alles, was wir zum Drehen brauchen – anschliessend gehört alles euch: die Seilbahn, das Piz Gloria mit 360° Terrasse, die im Film als Helikopterlandeplatz und Curlingbahn dient.

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Trotz des Rummels, die der Film brachte, kehrt das Dorf erleichtert zu seinem beschaulichen ruhigen Leben zurück, als die 150 Filmleute abreisen. Viele Jahre bleibt es auch recht ruhig, bis man sich überlegt, ein paar zahlende Touristen könnten nicht schaden und beginnt, die Geschichte zu vermarkten. Die Rechte hatten sich die Mürrener schlauerweise für alle Zeit gesichert. Aber ein Besuch in der Herbstsonne lohnt sich auf jedenfalls.

 

ACTiON AM SCHILTHORN – 007 JAMES BOND

An diesem wunderschönen Spätsommertag fahren wir mit unserem Wohnmobil vom Camping Thunersee-Gwatt*** bis nach Stechelberg auf den Parkplatz. Auf dem Parkplatz bei der Seilbahn kannst du dein Wohnmobil wunderbar abstellen. Da dieser Parkplatz rege genutzt wird, solltest du am Morgen zeitig da sein um noch einen Parkplatz zu ergattern.

Die Drahtseilbahn bringt uns via Birg zum Schilthorngipfel – dies allerdings in vier Abschnitten. Zuerst geht es vom Lauterbrunnental hinauf zum kleinen Dorf Gimmelwald hier musst du umsteigen. Hast du die Kabine gewechselt, geht die Fahrt hoch zur berühmten Ortschaft Mürren. Ein weiteres Mal wechselst du die Seilbahn und die Fahrt geht weiter zur Zwischenstation Birg. Dort tauschst du ein letztes Mal die Bahn bevor es dann endgültig aufs Schilthorn geht. Insgesamt dauert die Fahrt von Stechelberg aufs Schilthorn 32 Minuten.

Bond ist allgegenwärtig. Gegen das Panorama hat er trotzdem keine Chance: Der 360-Grad-Blick ist unübertroffen fantastisch, 200 Gipfel um uns herum, vis-à-vis Eiger, Mönch und Jungfrau in voller Pracht. Weiter rechts befindet sich der weltweit erste 007 WALK OF FAME, wo sich die Mitwirkenden vom legendären Bond-Drehort verewigt haben.

Die Bergstation des 2’970 Meter hohen Schilthorns mit dem Drehrestaurant Piz Gloria (das seinen Namen behalten hat) ist heute ein beliebter Frühstückstreff: am James-Bond-007-Buffet dreht sich alles um den berühmtesten Geheimagenten der Welt. Das Lokal übrigens auch: 360° während einer Stunde. Dafür gibt es ein James-Bond-Package, welches du hier erwerben kannst.

Seit 2013 gibt es auf dem Schilthorn auch eine interaktive Ausstellung, und seit August 2015 erinnert der 007 Walk of Fame an das Spektakel auf dem Berg. Mit dabei, alle Darsteller, die damals „im Geheimdienst Ihrer Majestät“ standen.

 

Swiss Skyline Eiger, Mönch und Jungfrau:

Das die Region um Eiger, Mönch und Jungfrau für internationale Touristen, zu den Top Highlights zählt, merkst du bereits in der Luftseilbahn. Spätestens aber wenn du am Gipfel angelangt bist. Früh im Herbst tummeln sich an einem normalen Tag unter der Woche einige, zumeist asiatische Touristengruppen. Für uns jedoch nicht zu viele, sodass die Menge überschaubar war. Also wenn du der Touristenmasse entfliehen möchtest, geh im Spätsommer oder im frühen Herbst auf das Schilthorn – so wie wir! So kannst du dich auf der Aussichtsplattform ohne eine riesige Menschenmenge umschauen. Auch im Hauptgebäude Piz Gloria geht es somit nicht ganz so chaotisch zu.

Das Vorurteil „Bergromantik gibt es auf dem Schilthorn nicht, sondern Massentourismus“ können wir anfangs September nicht bestätigen und behaupten völlig das Gegenteil. Wir hatten wirklich Glück und konnten das schöne Herbstwetter bei weitem in Ruhe und ohne grosse Touristengruppen geniessen.

Auf der östlichen Seite der Aussichtsplattform kannst du einen Blick über die Swiss Skyline Eiger, Mönch und Jungfrau schweifen lassen. Wir finden persönlich, dass es der schönste Blick auf die drei Gipfel ist, den du in der Region haben kannst. Und allein deshalb lohnt sich der Besuch des Schilthorns.

 

Bei jeder Fahrt hörst du die Bond-Melodie (düdü-di-tääää dü-di-düü) aus dem Lautsprecher. Der Gondelführer verkündet die Fahrzeit und erwähnt Schilthorn/Piz Gloria und Bond.

In Birg steigen wir wieder aus. Die Sonnenterrasse, der Skyline Walk (die Erweiterung der Terrasse ins Bodenlose) und der Thrill Walk warten hier. Der Thrill Walk ist ein kurzer Rundgang um den Berg auf einem Metallgittersteg. Für Leute mit Höhenangst durchaus eine Herausforderung. Als Mutproben wurden auch Plexiglasplatten, ein sehr gut gesicherter Hochseilabschnitt und eine Drahtgitterröhre zum Durchkrabbeln installiert. Die Plexiglasplatten sind kein Problem. Aber die Drahtröhre sorgt schon beim Anblick für ein flaues Gefühl im Magen.

 

… UND TYPISCH SCHWEIZERISCH: IN MÜRREN

Hektik, Abgase und Lärm bleiben ganz weit weg. Mürren ist ein Spaziergang wert. Denn das 400-Seelen-Dorf ist autofrei und nur mit der Seilbahn zu erreichen. Ein hübsches Plätzchen mit dunklen Holzhäusern und üppigen Bauerngärten auf einem Sonnenplateau hoch über dem Lauterbrunnental inmitten des höchsten Skigebiets im Berner Oberland.

 

 

 

Auf dem Parkplatz angekommen geht unsere Reise mit dem Wohnmobil wieder zurück Richtung Lauterbrunnental. Kurz davor legen wir jedoch einen halt an den Trümmelbach Wasserfällen an, denn diese möchten wir auf keinen Fall verpassen. Mehr dazu kannst du im nächsten Blogartikel lesen.

Lauterbrunnertal:

Nicht nur Eiger, Mönch und Jungfrau sind Besuchermagneten, sondern auch das wunderschöne Lauterbrunnental mit seiner gleichnamigen Ortschaft Lauterbrunnen zieht die Touristen magisch an. Schon allein, wenn du in Lauterbrunnen stehst und ins Tal hineinschaust verstehst du warum so viele Leute hierherkommen. Es gibt unzählige Wasserfälle, die sich die Hänge hinunterstürzen, die Teils senkrechten Felswände rechts und links wirken beklemmend und beeindruckend zugleich.

 

 

Hinweis: Unser Aufenthalt wurde von Campingregion Interlaken unterstützt – Vielen Dank hierfür. Unsere Leser dürfen wie immer sicher sein, dass wir hier stets unsere Ansichten und Begeisterungen vertreten.

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