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Rennes: Historische Altstadt und junges Studentenleben

Mit Rennes und der Bretagne verhält es sich ähnlich wie mit Paris und Frankreich. In der Hauptstadt der Region im Nordosten findet der Besucher nicht unbedingt das, wofür das Land jenseits der Stadtgrenzen steht.
Im Gegensatz zu Anziehungspunkten wie Saint-Malo, dem Cap Fréhel oder Saint Michel sucht man in Rennes einen malerischen Hafen, einsame Strände oder wildromantische Küsten vergeblich.

Sehenswürdigkeiten in Rennes

Wir starten unsere Bretagne Reise in der Studentenstadt Rennes und sogleich der Hauptstadt von Bretagne. Bevor wir uns in den nächsten Tagen in Touristenmagnete begeben, geniessen wir heute die angenehm eher etwas untouristische Studentenstadt Rennes. Wir müssen zugeben wir hätten uns mehr von dieser Stadt erhofft. Doch das ändert sich schnell, als wir die wunderschönen und vorallem besterhaltenste Fachwerkkulissen der Bretagne besichtigten. Die Stadt ist auch ohne Küstennähe durch die zwei Flüsse Ille und Vilaine erstaunlich „wasserreich“ und grün. Und dass in Rennes die Samstagnacht auch Sonntag Mittag um 11 noch nicht vorbei ist.;-)

Bunte Fachwerkhäuser prägen das Gesicht von Rennes

Statt Aktivurlaub in einer authentischen Landschaft bietet Rennes mit historischen Sehenswürdigkeiten, Museen oder origineller Gastronomie die Reize einer eher ruhigen Grossstadt, ohne dabei grossen Menschenmassen zu begegnen. Was uns eher einwenig einschüchtert, denn die Stadt war in unseren Augen total verschlafen und eher langweilig.

Los geht es von unserem Stellplatz in Cesson-Sévigné. Von hier aus gibt es einen wunderschönen Radweg. Die knapp 7 km konnten wir gemütlich bei Sonnenschein zurücklegen. Unsere Fahrräder haben wir dann mitten in Rennes parkiert und gehen zu Fuss weiter.
Die Place Sainte-Anne ist zu jeder Tageszeit einer der lebendigsten Orte von Rennes, für die „Rennais“ ebenso wie für Besucher der Hauptstadt der Bretagne. Jeder merkt, dass das Zentrum nahe ist, viele Geschäfte, Cafés und Restaurants säumen den Strassenrand. Ins Auge fallen neben der Kirche „Basilique Notre-Dame-de-Bonne-Nouvelle de Rennes“ an der Nordseite des Platzes vor allem die bunten Fachwerkhäuser.

Opéra de Rennes und Parlament der Bretagne

Nächster Etappenpunkt der Tour de Rennes ist der Place de la Mairie. Auf der Westseite erhebt sich das Rathaus von Rennes, auf der Ostseit die Opéra de Rennes. Im Konzert mit den weiteren angrenzenden Gebäuden der Rue Ferdinand Buisson und der Rue de’l Hermine entfaltet sich eines der beeindruckendsten architektonischen Ensemble der gesamten Bretagne.
Der Platz ist mehr als ein Freilichtmuseum. So schlägt hier in der Adventszeit ein Weihnachtsmarkt seine Buden und Stände auf, im Sommer laden Liegestühle zum Ausruhen unter Palmen ein.
Überqueren Sie an der nordöstlichen Ecke der Place de la Mairie die Rue de Brilhac. Das Parlament der Bretagne, mit seinen breiten Stufen zum Eingang und vergoldeten Statuen auf dem Dach eine weitere architektonisch herausragende Attraktion, dürften Sie dabei nicht verfehlen. 1994 machte das Gebäude Schlagzeilen, nachdem im Anschluß an Proteste von bretonischen Fischern ein Brand in dem Gemäuer wütete. 1999 eröffnete das Palais frisch restauriert erneut, von den beeindruckenden Elementen wie Wandgemälden, kunstvollem Stuck und Skulpturen kann man sich auf geführten Touren überzeugen.
Nach einem Schlenker zum Parlement de Bretagne verlassen Sie den Platz vor dem Gebäude in südöstlicher Richtung in die Rue Saint-Georges. Bis zur Rue Gambetta ist die Rue Saint-Georges eine Fußgängerzone mit vielen Restaurants, Crêperien und Bars.

Markthalle

Über eine Treppe gelangst du zur Markthalle von Rennes. Frischer Fisch und Meeresfrüchte, Obst und Gemüse oder lokale Spezialitäten, wie Salz aus der Guérande, Galette oder Cidre, vieles davon in Bio-Qualität, bieten die Händler in der Markthalle an. Ein Bummel durch die Reihen der Köstlichkeiten ist fast ein Muss, vor allem an Tagen des Wochenmarktes, wenn auch um die Halle Stände aufgebaut sind. Dies war bei uns leider nicht, da es Sonntagmorgen war.

Konntest du dir aus den Halles Martenot losreissen, überquere nun nach dem 2. Gebäude die Rue de Juillet und biege in die kopfsteingepflasterte Rue de Portes Mordelaise ein. Unter dem Torbogen der Porte Mordelaise, einem weiteren historischen Monument, hindurch, geht es weiter, bis die Cathédrale Saint-Pierre in Sichtweite kommt. An Stelle dieser mächtigen Kirche stehen seit dem 6. Jahrhundert Gotteshäuser, die Kathedrale, wie sie der Betrachter heute sieht, wurde 1845 fertiggestellt.

Unsere Übernachtung:

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