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Orchha

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Unser neuer Ort, wo wir mit dem Zug frisch und munter angereist sind, heisst Orchha. Diese kleine Stadt in Madhya Pradesh, etwa fünf Stunden von Agra entfernt, bietet eine Reihe historischer Wunder, darunter Paläste, Tempel und mysteriöse Chhatris am Fluss.

Heute ist Orchha eine kühle Stadt, die sich um den Ram Raja Tempel herum befindet, ein Tempel, in dem Lord Rama als König verehrt wird. Sowohl die Stadt als auch die umliegende Landschaft sind übersät mit Festungen, Tempeln und Gräbern; die Gegend ist einen oder zwei Tage indischer Abenteuer wert.

Wir sind mit dem Zug von Agra bis nach Jhansi gefahren. Jhansi liegt auf einer grossen Eisenbahnlinie von Delhi aus; viele Züge, die weiter südlich fahren, halten in Jhansi. Der Zug braucht nur fünf bis sechs Stunden, aber Vorsicht: Tickets sind in der Hochsaison schnell ausverkauft!

Von Jhansi aus kannst du eine private Rikscha nach Orchha für etwa 300 Rs bekommen.

Den Chhatris bei Sonnenuntergang

Die riesigen, tempelartigen Chhatris sind Denkmäler für die früheren Herrscher von Orchha. Diese massiven Bauwerke am Rande der Stadt verschmelzen mit der üppigen Landschaft – sie in der späten Nachmittagssonne zu sehen, ist etwas, das wir nie vergessen werden. Um in den Chhatris zu gelangen, führt in der Mitte einen Weg hinein unter einem Eingangstor hindurch. Foto-Highlight: Geh auf die Brücke auf dem BetwaFluss und mache von da aus wunderschöne Bilder im Sonnenuntergang. Wir hatten jedoch ein Glück, dass die Brücke nicht vom starken Monsunregen überspült war, wie es am Vorabend der Fall war.

Orchha bedeutet „versteckt“, und dieser Name klingt auch heute noch wahr. Es gab nur eine Handvoll Leute, die bei Sonnenuntergang um den Chhatris herum schlenderten, tatsächlich sind die meisten Sehenswürdigkeiten in Orchha mit nur wenigen von anderen Touristen. Wir können es kaum glauben, wie ruhig Orchha aufgrund seiner Nähe zu Agra ist. Aber wiederum auch verständlich, denn wir finden dieses wunderschöne Dörfchen nicht mal in unserem Reiseführer 🙁

Jehangir Mahal

Der Kastellkomplex, der zwei beeindruckende Paläste beherbergt, dominiert die Innenstadt von Orchha. Unser Guide gibt uns die Orchha-Tickets (250 INR für Ausländer, gilt für alle Sehenswürdigkeiten der Stadt) und danach ging unsere Tour los in Richtung Jehangir Mahal. Dutzende von kleinen Pavillons und Bögen umgeben den massiven Innenhof dieses Palastes aus dem 17. Jahrhundert.

Wir bleiben dort eine kurze Weile und sind froh, ruhig in ein so schönes Stück Geschichte eintauchen zu dürfen. Es lohnt sich, einige der ursprünglichen rot-orangen Fliesen, die im ganzen Palast verstreut sind, zu besichtigen. Im hinteren Teil des Palastes kannst du auch einen grossartigen Ausblicke auf die ruinenreiche Landschaft geniessen. Wir verbleiben 1.5 Stunden im Jehangir Mahal und ziehen dann weiter zum Raja Mahal.

Raja Mahal

Fast der gesamte Palast öffnete sich vor unseren Augen, als wir den Innenhof des Raja Mahal betraten. Die Struktur besteht aus einer unglaublichen Menge kleiner Bögen – sie ist faszinierend zu sehen und wäre in ihrer Prime aus dem 17. Jahrhundert noch erstaunlicher gewesen. Wir kletterten verschiedene schmale Treppen hinauf und gingen auf Pfaden ohne Geländer, um zu verhindern, dass Menschen in den darunter liegenden Innenhof fallen.

Es gibt einige bunte Schätze, die in einigen der Flure des Raja Mahal lauern. Diese alten Gemälde sind wirklich gut erhalten – es ist eine der besten Palastkunstwerke, die wir in Indien gesehen haben. Du brauchst einen Leitfaden, um sie zu entschlüsseln, aber einige Dinge sollten wahrscheinlich der Fantasie überlassen werden.

 

Abend Zeremonie:

Heute Abend besuchen wir eine indische Zeremonie, die zu Ehren eines Gottes oder mehrerer Gottheiten durchgeführt wird. Die Zeremonie wird sowohl am privaten Altar in den eigenen vier Wänden abgehalten. Während der täglichen Opfergaben an den privaten Altären sollen die Götter gnädig gestimmt werden und es wird für das Wohl der Familie gebetet.

Beispielsweise mit Blumengirlanden und Räucherstäbchen wird mit der Durchführung einer Puja die spirituelle Verbundenheit zu Gott dargestellt, denn es heisst, dass durch die Puja eine Verbindung zwischen den Gläubigen und der Welt der Götter hergestellt wird.

Es gibt mehrere Rituale, die während einer Puja Zeremonie abgehalten werden. Leider konnten wir im inneren des Tempels keine Fotos machen, da dies nicht erlaubt ist.

 

Koch Vorführung in einer indischen Familie

Mit dem Home Dinner und Kochvorführung haben wir die Möglichkeit, indische Gerichte hautnah zu erleben. Dabei haben wir auch die erlebt wie die indische Familie lebt und welche Kultur sie hat. Das Abendessen und die Kochvorführung wird von INTREPID von unserem Reiseveranstalter angeboten.
Um 17:15 Uhr ging es von unserer Hotel Lobby in einem Tuk Tuk los.

Als Begrüssung haben wir Chai-Tee angeboten erhalten. Dazu gibt es für jeden Teilnehmer ein Flyer mit ganz vielen Rezepten drauf, wo wir heute zusammen einen Teil kochen werden. Dabei steht das Abendessen im Vordergrund, wobei wir trotzdem die typischen Zutaten dieser geschmackvollen Küche kennenlernen wollen: Es gibt keinen spannenderen Ort als eine indische Küche, um das Kochen zu lernen. Für uns war diese Vorführung ein absolutes MUSS für jedermann, der nach Indien kommt.

 

Unser Abendessen endet um 20.30 Uhr und zurück ins Hotel bringt uns einen privaten Fahrer.

Papierfabrik – TARAgram

Am nächsten Morgen, heute Samstag besichtigen wir eine einheimische Papierfabrik, welche ein staatlich gefördertes Umweltprojekt ist. Es arbeiten ausschliesslich Frauen in dieser Papierrecyclingfabrik.

In Orchha, wird aus Baumwollabfällen schöne Recycling-Papierprodukte hergestellt. Wir hatten heute die Gelegenheit, mit Intrepid TraveI diese Papierfabrik anzuschauen.

TARA steht für Technology & Action for Rural Advancement und ist ein Sozialunternehmen, das auf einem „waste to wealth“-Modell basiert. Es beschäftigt mehr als 40 Frauen, darunter Frauen aus den Stammesgebieten der Sahraiya, die früher keine Einkommensquelle hatten. Wir besichtigen die Anlage und lernen den Prozess der Herstellung von Recyclingpapier aus Baumwollprodukten wie Altkleidern kennen.

Eine Tonne TARAgram recyceltes Lumpenpapier spart 3 Tonnen Holz und 100 Kubikmeter Wasser. Produkte wie Notebooks, Rahmen, Stifthalter, Geschenkbeutel, Papier und Laternen werden vor Ort, in Geschäften in Indien unteranderem in Delhi und im Internet verkauft.

 

Wir haben uns die Produktstrasse vom Erhalt des Altpapiers bis zur Produktion vom recycelten Papier angeschaut.

Hier eine kleine Bildergalerie:

 

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