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Koh Phi Phi

Koh Phi Phi, von dieser angeblichen Trauminsel in Thailand, haben wir im Vorfeld immer wieder schlechtes gelesen.
Es hiess zu touristisch, Ballermann ähnlich und überhaupt nicht schön!
Aber wie du weisst, machen wir uns gerne selbst ein Bild und so geht es für uns per Boot von Krabi nach Koh Phi Phi.

In diesem Beitrag über Koh Phi Phi geben wir dir Tipps und können dir die Frage aufklären, ob dort wirklich nur Party und Ballermann-Feeling besteht und ob es wirklich so extrem touristisch ist und ebenso erhältst du unsere Tipps und Empfehlungen in Bezug auf Strände und Ausflüge!

Koh Phi Phi Tipps abseits vom Massentourismus

Koh Phi Phi kennen die Meisten es wird aber auch Koh Phi Phi Don oder kurz Phi Phi Island genannt, kann von zwei Seiten per Boot angelegt werden. Von da aus geht es zu Fuss oder eben mit dem Taxiboot zum Hotel. Der ruhige Teil der Insel wird per Boot angefahren. Und genau hier musst du eine Entscheidung fällen: suchst du Ruhe/Entspannung oder Party?
That’s it!

Die Entscheidung für den rechten oder linken Teil der Insel ist somit eigentlich simpel, denn die Region um den Laem Tong Beach ist eher ruhig, es gibt viel weniger Unterkünfte, weniger Menschen, mehr Erholung, aber auch erhöhte Preise.

Party People und Rucksack Touristen sind hier definitiv besser in der Region um das Tonsai Pier aufgehoben.
Denn am Hauptstrand Loh Dalam gibt es etliche Hostels, Bars und Restaurants.
Das bedeutet jedoch nicht, dass es hier nur Hostels und keine normalen Hotels oder gehobenere Unterkünfte gibt.
Die Ausrichtung geht hier jedoch eben in Richtung „jüngeres Partyvolk“. Demzufolge bieten die einzelnen Hotels aus Pool Party’s an.
Aber auch für das grössere Budget und den eben etwas höheren Anspruch, kannst du da finden.
Wir selbst sind keine 40 und trinken auch mal ein oder zwei Bier, aber auf Ballermann-Feeling und viel Alkohol haben wir keine Lust.
Somit ist unsere Entscheidung auf die Region am Tonsai Pier geblieben, jedoch weit hinten, also fern ab von der Touristenmasse und trotzdem nah im Getümmel!

Grosse Teile der Insel kannst du jedoch von beiden Gegenden aus erkunden – dafür sind aber eben längere Wanderungen nötig oder du buchst dir ein Longtailboot und tuckerst damit rund um die Insel.
Unternehmungen auslassen oder auf Dinge verzichten, musst du nicht – egal für welchen Strand und welche Umgebung du dich entscheidest.

Koh Phi Phi ist zudem nicht mit Koh Phangan oder mit Koh Samui vergleichbar, vor allem wenn es um die Infrastruktur geht.
Einfach mit dem Roller die ganze Insel erkunden – nicht auf Koh Phi Phi!

Dafür hat Phi Phi Island auch sein ganz eigenes Flair!

Koh Phi Phi Tipps – Anreise ab Krabi

Wir sind von Krabi nach Koh Phi Phi gereist.
Mit der normalen Fähre sind wir von Krabi gemütlich über das wellige offene Meer bis nach Koh Phi Phi getuckert.
Verbindungen suchen und buchen kannst du hier z.B. über 12GO.asia.
Diesen Dienst nutzen wir oft, wenn wir innerhalb Asiens reisen aber du kannst fast in allen Hotels vor Ort deine Weiterreise buchen und bezahlen. Ansonsten kannst du das Ticket auch direkt am Pier kaufen.

Von Krabi aus ist es somit für uns mit einem blauen grösseren Passagierschiff nach Phi Phi Island.
Die Kosten für die Überfahrt liegen bei 400 Baht pro Person.

Nach 2 Stunden Fahrt kommen wir am Pier an, an welchem uns ein Mitarbeiter des Hotels schon erwartet.
Per Handwagen werden unsere Koffer vom Hotelangestellten gestossen, bis es einen steilen Hügel empor geht. Da wartet bereits das erst gesichtete Fahrzeug, wo uns dann zum Hotel weiter nach oben fährt.

Ja, du hast richtig gehört, wir wurden mit einem Handgepäckwagen abgeholt und am Schluss von einem kleinen Fahrzeug.
Definitiv die untypischste Anreise EVER – aber irgendwie cool. 😀

Koh Phi Phi Sehenswürdigkeiten

Vom Laem Thong Beach kannst du einen schönen Inselspaziergang zu verschiedenen anderen Stränden und Viewpoints unternehmen.

Vor unserem Hotel, Phuphaya Seaview Hotel stehend und in Richtung Hügel blickend, musst du einfach links herum gehen. Weiter folgst du den Wegweisern für den Viewpoint 2, der dich direkt zum 2. von 4 Viewpoints führt. Ja genau, Koh Phi Phi besitzt 4 Aussichtspunkte.

Hier kommst du immer wieder an Tsunami Evacuation Route Warnschildern vorbei. Koh Phi Phi war im 2004 schwer vom Zsunami getroffen worden.

Nach einiger Zeit erreichst du dann einen wirklich schönen Aussichtspunkt (Eintritt 30 Baht) …

Wenn du nun den Schildern für den Viewpoint 3 folgst, gelangst du zum nächsten schönen Aussichtspunkt. Auch hier musst du erneut 20 Baht Eintritt pro Person bezahlen. Unserer Meinung nach, reicht dir die wunderschöne Aussicht von der Nummer 2. Denn hier siehst du nicht viel mehr als von ganz oben.

…und nach vielleicht insgesamt ca. 40 Minuten, bist du an der Loh Lana Bay angekommen (später einfach nur noch den Schildern folgen).

Diese Bucht und der Strand sind wirklich schön und auch nicht überlaufen.
Uns hat es hier wirklich gut gefallen!

Wir sind ganz alleine am Strand angekommen und können einige 100 Meter ins Meer hinaus laufen und stehen noch immer nicht Knie tief im Wasser. Das Meer reicht uns gerade mal kurz unter die Knie. Also perfekt um in der heissen Mittagshitze uns eine Abkühlung zu gönnen.

Weiter ging unser Inselspaziergang über einen steilen Hügel zum Nui Beach. Zur linken Hand führt ein steiler Pfand über einen Hügel und unten wieder angelangt, findest du den wunderschönen weissen Sandstrand.

Hier ragen grosse Kalksteinfelsen in den Himmel und du fühlst dich bestimmt auch hier schnell wie im Paradies. Leider wirst du hier nie mehr allein sein und in voller Ruhe schnorcheln können. Denn dieser Beach ist nicht mehr unbekannt.

Schade, dass es hier viel zu touristisch ist für uns. Wir badeten auch hier kurz und entscheiden uns dann für den Rückweg…

Schnorcheln kannst du fast überall auf Koh Phi Phi, am Strand relaxen und dich bräunen ebenso. Aber bitte bitte vergiss dich nicht ein zu cremen, denn wir sehen viel zu viele verbrannte Touristen.

Unsere halbtägige Bootstour auf Koh Phi Phi

Mit 6 weiteren Personen haben wir unsere Tour fast pünktlich um 9 Uhr am Pier gestartet und es geht auf direktem Wege zum Monkey Beach.

Monkey Beach

Auf Koh Phi Phi gibt es wirklich einen Monkey Beach und hier ist der Name wirklich Programm! Pass auf deine Wertsachen, wie Essen, Brille, Kamera, Rucksack und Co auf, denn die Affen sind zum Teil recht frech und wollen dir deine Sachen klauen!

Der Besuch des Monkey Beach ist in wahrscheinlich allen Koh Phi Phi Bootstouren inklusive und daher ist hier meistens sehr viel los! Erreichen kannst du den Monkey Beach auch mit dem Longtailboot oder einem gemieteten Kanu, wenn du keine  geführte Tour machst.

Uns hat es hier jedoch nicht so gut gefallen, da es recht überlaufen ist. Auch ist der Strand doch stark vermüllt und der Strand ist voller Kanus, Longtailboote und vorgelagerter Speedboote.

Zusammengefasst ist der Monkey Beach für uns persönlich definitiv kein Highlight.

 

Der weiterführende Weg, durch zum Teil grosse Wellen, ist mit unserem Longtailboot nicht ganz so einfach.

Das erfrischend kühle Wasser ist uns in der ersten Reihe mächtig ins Gesicht gespritzt und so erreichen wir Pileh Lagoon recht nass. 🙂

 

Pileh Blue Lagoon

Die Blaue Lagune Phi Phi Leh ist für uns ein absoluter Traum. Schon bei der Einfahrt bekommen wir das extrem blaue Wasser zu Gesicht. Wir fahren in die etwa 500 Meter Lagune die von hohen Insel-Felsen eingeschlossen ist hinein und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus.

 

Am Ende der Lagune sind wir dann ins Wasser gehüpft und können ganz kurz schwimmen. Hier müssen wir jedoch etwas aufpassen da es zum Mittag hin richtig voll von Booten wird und sodass wir nicht von Booten überfahren werden. Die Lagune selber bietet ein traumhaftes Panorama. Hier sollst du unbedingt eine Unterwasserkamera oder GoPro mitnehmen um die Atmosphäre aufnehmen zu können. Leider haben bei uns die Schnappfische hunger und schnappen in unsere Wädli und Fersen sodass unser Badespass nach rund 3 Minuten vorbei ist und wir ein wenig blutend aufs Boot zurück gehen.

 

Viking Cave

Nur wenige Fahrminuten von der Pileh Blue Lagoon entfernt liegt die Viking Cave. Sie hat ihren Namen von den im inneren liegenden Bemalungen, die wie aus der Zeit der Viking aussehen. Dieser Stopp ist seit den 90er Jahren nicht mehr begehbar. Wir fahren langsam daran vorbei und können einige Holzstege sehen, die an der Höhlenwand entlang gehen. Sie dient den Schwalben als Nistplatz. Demzufolge gibt es sehr viele Schwalben und Nester dort.

Weiter geht es zum Maya Bay.

Zuerst gibt es einen kleinen Lunch aus einer Plastikbox on board: Fried Rice mit Gemüse. Bevor unser Guide uns Brille, Schnorchel und Flossen erneut reicht. Denn hier soll es wirklich Haie geben!

Der Maya Bay Ansicht selbst wurde von der Thailändischen Regierung gesperrt. Hier darf niemand über die Abschrenkung im Wasser fahren/schwimmen.

So dürfen wir links vom Maya Bay der sogenannte Shark Point mit Haien schwimmen bzw. schnorcheln.

Um dir die Frage vorab zu nehmen, ja wir haben einen kleinen Schwarzspitzen-Riffhai gesehen im Wasser.

Wir müssen sofort inne halten, warten und sehen dem Haien ein paar Minuten nach. Thomas war so geflasht, dass er unsere Unterwasserkamera vergessen hatte anzuschalten. Nach mehrmaligen zeigen auf die Kamera, konnten wir den Haien doch noch auf Bild bringen 🙂

Wir haben Respekt, aber keine Angst.
Als wir den Hai dann aus den Augen verloren haben, ist unser einzige Gedanken gewesen, was das doch für schöne und besondere Tiere sind.

Unser Glück über einen einzigen Haien gesehen zu haben, sind wir stolz und es ist definitiv eine grossartige Erfahrung gewesen.

 

In dieser Unterwasserwelt können wir viele bunte Fische sehen. Wie zum Beispiel: Weissbinden-Glühkohlen-Anemonenfische, Imperator-Kaiserfisch, Papageienfische, Gepunkteter Igelfisch, Halfterfische, Wiebels Falterfisch und so weiter 🙂

Nach einer Stunde sind wir dann zurück zum Boot. Gerne wären wir hier noch länger geblieben, da sich hier die Unterwasserwelt spannend präsentiert, obwohl sehr viele Touristen hier nach Haien suchen.

Aber leider geht dieser Tag auch mal zu Ende…

Ein recht interessanter Tag liegt hinter uns, mit tollen Begegnungen unter Wasser und schönen Felsformationen bei bombastischem Wetter.

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