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Relaxen und nichts tun auf Koh Mook

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Koh Mook oder Ko Muk genannt, ist eine etwa 7,5 Quadratkilometer kleine Insel vor der Küste der Provinz Trang in der südlichen Andamanensee. Die meisten Touristen besuchen die Insel nur für ein paar Stunden während eines Tagesausfluges, um in die Emerald Cave an der Westküste hinein zu schwimmen. Zu kurz finden wir, denn die kleine Insel hat weitaus mehr zu bieten für alle, die Ruhe und Erholung suchen.

Nach unserem Aufenthalt auf Koh Lanta geht es weiter Richtung Süden nach Koh Muk. Wir haben die “langsame” Fähre gebucht, die um 10 Uhr vom Pier ablegen sollte. Mit dem Pickup-Taxi geht es zunächst zum Büro des Fährunternehmers. Dort werden alle wieder mit verschiedenfarbigen Sticker ausgestattet, damit auch klar ist wer wo aussteigen soll.

Anschliessend geht es auf der mit Sitzbänken ausgestatteten Ladefläche eines klein Lastwagens quer über die Insel nach “Old Town Lanta und zu dessen Fährsteg.

Das Boarding des Schiffes ist schön geordnet nach den Ausstiegsorten und so geht es schon bald in dem kleinen Schiff Richtung Koh Muk. Die Überfahrt ist doch etwas wellig und schon bald mussten alle Fenster geschlossen werden, damit nicht all zu viel Wasser in die Fahrgastkabine spritzt. Es lief dennoch immer noch genügend Wasser ein, so dass wir unsere Rucksäcke doch besser auf einem freien Sitz platzieren als auf dem Boden.

Zwischenzeitlich hat der Kapitän auch stark verlangsamt um eine grössere Welle ohne Probleme zu durchfahren. Und so färbt sich langsam doch das eine oder ander Gesicht der Fahrgäste zu einem bleicherem Farbton und der Eine oder Andere beugt sich auch scho mal etwas gequält über die Lehne des Vordersitzes.

Beim ersten Stop auf Ko Ngai wird schnell klar, dass der Wellengang aussergewöhnlich stark ist, denn kurz vor dem Pier der Insel liegt ein anderes Boot auf Grund und nur noch ein paar Rettungswesten und das Sonnenverdeck ist zu sehen. So ist die Erleichterung der Meisten zu spüren das nun im Windschatten der Inseln die Wellen doch merklich kleiner werden.

Bei Ko Kradan werden die Leute direkt am Strand ausgeladen und so geht es gleich weiter nach Ko Muk.

Die Fahrt ist ab jetzt gemütlich ruhig und wir können die gemütliche Fahrt an den Inseln vorbei geniessen und das einte oder andere Foto schiessen. So kommen wir etwas vor der Zeit gut in Ko Muk an. Auf dem kleine Pier warten schon die mit “Seitenwagen” zu Taxis umfunktionierten Roller. Für 50 THB geht es zu unserem Hotel. Mit uns zwei, dem Fahrer und unserem Gepäck tut uns der Roller doch bei der einten oder anderen Steigung leid. Da er die Steigung eher hoch gequält wird, hören wir es dem kleinen Motor sichtlich an.

Im Hotel werden wir sehr freundlich mit einem Thai Eistee in Empfang genommen.

Danach geht es einmal zum Bungalow. Das Bungalow ist komplett aus Bambus gebaut. Sehr gemütlich und klein. Neben der Matratze hat es gerade noch so Platz um das Gepäck zu verstauen und um in die Dusche und zur Toilette zu kommen.

Zurück an der Reception erklärt uns die Inhaberin sehr ausführlich was wo zu finden ist auf der Insel und was wir alles machen können. Und so geht es mit der Kamera im Gepäck auf Erkundungstour auf Ko Muk. Wir erkunden die City auf Ko Muk. Es gibt einige Restaurants, ein oder zwei Massagesalons, etwa drei Minimark also kleine Einkaufsladen und wie es scheint seit neustem hat Ko Muk auch eine ATM zu bieten. Nach einem längeren Strandspaziergang um die Halbinsel mit dem Pearl-Beach kaufen wir uns noch ein Apéro und machen uns wieder auf den Rückweg. 

Da unser Hotel im Restaurant Dada kein Alkohol ausschenken kann, dürfen wir das gewünschte einfach selbst einkaufen und dieses im Kühlschrank/Kühlbox des Hotels kalt stellten. Den Tag lassen wir nun in der Hängematte und mit dem Apéro ausklingen.

Am nächsten Tag werden wir bereits früh von den Hähnen der Umgebung geweckt.

So machen wir uns auf in die Flip Flops um den Sonnenaufgang zu bewundern. Leider ist der Horizont etwas Wolkenverhangen was den Sonnenaufgang etwas unspektakulär macht.

Für heute haben wir einen Schnorchelausflug mit dem Long Tail geplant und gebucht. Respektive am Vortag bei der Hotelbesitzerin angemeldet. Beim Morgenessen kommt diese auf uns zu und teilt uns mit, dass heute kein so guter Tag für zum Schnorcheln ist. Denn am Vortag war es ja sehr stürmisch und deshalb sei die Sicht heute immer noch etwas trübe. Wir sollen doch den Ausflug am nächsten Tag machen. Eventuell finde sie auch noch weitere Personen die mitkommen möchten, so können wir die Kosten von 1500 THB für das Long Tail teilen.

 

Deshalb leihen wir uns Fahrräder und Schnorchel aus und machen uns auf den Weg zu den Stränden von Ko Muk. Im Hotel können wir sehr viel ausleihen ohne das wir etwas deponieren oder bezahlen müssen. So können wir uns Fahrräder, Schnorchel und wasserdichte Säcke ausborgen. Wir merken schnell das Fahrrad nur für kleinere Ausflüge ins Dörfchen gedacht wären. Denn Ko Muk ist grösstenteils vom Jungle bedeckt und die Wege nicht für Fahrräder geeignet.

Unser erstes Ziel ist der Sabai Beach auf der gegenüberliegenden Seite der Insel. Wir beschliessen den Hill-Top-Pfad zu nehmen da wir uns einen schönen Ausblick auf die Insel erhoffen. So geht es nachdem wir die Fahrräder abgestellt haben durch Kautschukplantagen und Jungel immer steiler den Hügel hinauf. Doch der mühevolle Aufstieg lohnt sich. Die Aussicht ist unglaublich. Auf der einen Seite kannst du schön auf den Pier und das Dörfchen schauen und auf der anderen Seite auf den Sabai Beach, respektive auf das Tal in welchem der Sabai Beach liegt. Leider finden wir den Abstieg zum Sabai Beach nicht. So machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel.

Vom Hotel aus geht es nun ohne Fahrräder am Strand entlang Richtung Norden zum Lo Dung Beach. Der Weg ist sehr gut mit Farbe an den Bäumen und Steinen markiert. Kurz vor dem Lo Dung Beach kommen wir nicht mehr trocken Fusses weiter und so entschlossen wir uns etwas zu Schnorcheln und etwas zum Mittag zu essen.

Ein bisschen den Weg zurück finden wir dann endlich den richtigen Weg und so erreichen wir nach rund 10 min den Lo Dung Beach. Ein wirklich schöner Strand mit Palmen und keiner Menschenseele.

 

Da der gleiche Weg auch zum Sabai Beach führt, gehen wir diesen weiter und kommen immer tiefer in den Jungel. Und schon bald verengt sich der Weg von einem angenehm breiten Wanderweg auf einen schmalen Trampelpfad durch das Dickicht des Jungels.

Zwischendurch erhaschen wir noch ein spektakulären Ausblick auf die Felsformationen, welche den Sabai Beach einschliessen.

Das leise plätschern der Wellen kündet uns an, dass wir nicht mehr allzu weit entfernt sind und schön nach ein paar weiteren Schritten treten wir aus dem Dickicht des Jungels auf den weissen Sabai Beach hinaus.

 

Der sehr flache Strand ist eingeschlossen zwischen schroffen fast senkrecht aufragenden Felsen. Zwei, drei andere Touristen sind offenbar mit einem Long Tail an den Strand gekommen. Ein Pärchen welches wir auf dem Strand treffen, warnen uns vor den Affen, die offenbar versucht haben ihnen die Kamera zu klauen. Entsprechend verstauen wir alles gut in unseren Taschen und machen uns auf zum Schnorcheln. In der Bucht gibt es schöne Korallen und viele Fische zu bewundern.

Was den Strand so faszinierend macht ist definitiv die steilen Felsformationen auf beiden Seiten und seine doch eher schwere Erreichbarkeit.

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Zum Abendessen gehen wir ins Dörfchen ins Perfect Restaurant & Bar. Wir haben auf die Gründung von togetherontour GmbH vor einem Jahr anzustossen. Das Restaurant bietet ein schönes Ambiente direkt am Strand, feines Essen und freundliche Bedienung.

Am nächsten Tag um 9.30 geht es auf den Schnorchelausflug. Wir sind zu viert auf dem Long Tail das direkt vor dem Hotel ablegt. Zunächst geht es zur Nachbarinsel Ko Kradan wo wir an verschiedenen Stellen Schnorcheln können. Das Korallenriff bei Ko Kradan ist wirklich ausserordentlich gesund und es gibt viele verschiedene Korallen zu bewundern und Fische zu beobachten. Kradan ist definitiv ein Schnorchelausflug wert.

Am Strand von Ko Kradan machen wir eine kurze Mittagspause bevor wir zurück zu Ko Mok fahren zum Morakot Cave oder Emerald Cave.

Der Eingang der Höhle ist sehr unscheinbar bis auf die Long Tails, welche vor dem Eingang auf die Passagiere warten. Nachdem wir die Kamera im wasserdichten Beutel gut verstaut haben und unser Kapitän auch noch eine Rettungsweste darum gebunden hatte, springen wir ins Wasser und schwimmen unserem Guide in die Höhle. Einige Meter in der Höhle wird einem auch klar warum die Höhle zu deutsch Smaragdhöhle genannt wird. Denn das Wasser leuchtet so grün wie ein Smaragd. So schwimmen wir immer weiter in die Höhle und es wird immer dunkler. Wir sind ganz froh hat unser Guide eine Stirnlampe dabei und weist uns damit den Weg. Und nach ein paar Windungen und schönen Tropfsteinen fängt das Wasser wieder an im tiefsten Smaragdgrün zu leuchten und wir nähern uns dem Ausgang  zum versteckten Strand. Hier bewundern bereits viele Touristen den Strand. Der Strand wird von fast senkrechten Felsen eingefasst, welche rund 80 m hoch ragen. Auf den Felsen blüht und wächst aus allen Felsspalten der Jungel.

Von Zeit zu Zeit ist ein eher lustiges Spektakel zu beobachten. Denn wenn eine chinesische Touristengruppe den Strand erreicht, wird es lustig. Diese scheinen sich trotz Rettungswesten nur schwer über Wasser halten zu können. Sie sind dann sichtlich überfordert das Naturspektakel anzuschauen und gleichzeitig weiter paddeln oder strampeln.

Wir bestaunen den Strand und die Felsen und machen ein paar Fotos bevor wir uns wieder zügig auf den Rückweg machen. Denn wir möchten noch einiges mehr sehen auf unsere Tagesausflug.

Nachdem alle wieder an Bord sind, geht es weiter entlang der Küste von Ko Muk. Dort reiht sich die eine Felsformation an die Andere und alle sind ähnlich spektakulär. Von überhängend mit Tropfsteinen verzierten Felsen zu Höhlen wie dem Big Cave.

 

Bei einer überhängenden Felswand gehen wir vor Anker und können noch einmal Schnorcheln. Hier gibt es ganz besondere Korallen zu bestaunen. Die filigranen Korallen und wunderschöne Fische. Nach diesem Schnorchelstop geht es weiter Richtung Hotel.

 

Auf der Höhe zwischen Lo Dong Beach und Hotel können wir dann noch einmal Schnorcheln. Hier ist die Sicht allerdings etwas trüber aber wir sehen hier zum einen auf dem sandigen Grund grosse Seesterne und an den künstlichen Riffen in den Seeanemonen verstecken sich Clownfische, allen sehr gut bekannt aus dem Film Nemo.

Wir kommen nach diesem gelungenen Ausflug erschöpft und voller schönen Erinnerungen zurück zum Hotel. Dort geniessen wir den Abend in den Hängematten. 

 

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