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Jaipur – Sehenswürdigkeiten der pink City

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Jaipur ist die 3 Millionen grosse Hauptstadt Rajasthan und ist aufgrund der Gebäuden aus pinken Sandstein auch unter dem Namen „rosarote Stadt“ bekannt. Jaipur ist das perfekte Beispiel der rajasthanischen Architektur mit wunderschönen Palästen, chaotischen Märkten und verwinkelten Prachtbauten. Am besten kannst du dich in Rajasthan zu Fuss fortbewegen bzw. für weit ausserhalb gelegene Sehenswürdigkeiten lohnt es sich einen Rikscha-Fahrer oder den lokalen Bus zu nehmen.

 

Nach unserer 6-stündigen Nacht Busfahrt von Dehli kommen wir im Süden in Jaipur, der Hauptstadt Rajasthans, um 5 Uhr in der Früh an. Über drei Millionen Menschen leben hier, für uns also eine riesige Stadt, für indische Verhältnisse jedoch nicht.

Wir haben schon viel gehört von den Sehenswürdigkeiten in Jaipur und wir sind gespannt, was uns erwartet. Als wir beim Bus-Bahnhof in Jaipur aussteigen, werden wir, wie immer bei unserer Ankunft an einem neuen Ort, von einer ganzen Horde von Fahrern belagert. Jeder bietet uns seine Dienste an und möchte mit uns ins Geschäft kommen. Von allen Seiten reden alle gleichzeitig auf uns ein und jeder möchte uns davon überzeugen, dass seine Dienste die Besten sind. Wir lassen uns Zeit uns zu orientieren und alle Taschen und Rucksäcke über die Schultern zu tragen. Da unser Hotel nur wenige 100 m entfernt ist, haben wir uns entschlossen diesen Weg zu Fuss zurück zu legen.

 

Aber warum erscheint diese Stadt in pink? Das haben wir uns zuerst auch gefragt. In unserem Reiseführer steht es kurz und knapp: Als 1876 ein Prinz von Wales zu Besuch kam, entschied der Maharadscha die Altstadt pink streichen zu lassen, in der traditionellen Farbe der Gastfreundschaft.

Am ersten Morgen fallen uns in der Pink City vor allem die verstopften Strassen, verschmutzte Luft, aufdringliche Händler, Tuk Tuk Fahrer und Bettler auf. So extrem haben wir diese in Indien bisher nicht erlebt.

Sehenswürdigkeiten

Jaipur hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. So viele, dass du dir entweder viel Zeit nehmen solltest oder aber genau überlegen musst, welche du anschauen möchtest und welche nicht.

Mit einem Kombiticket für 700 Rupie (ca. CHF 12/ EUR 10) kannst du während zwei Tagen der City Palace, Jaigarh, Royal Cenotaphs besuchen.

Wir haben uns für das Kombiticket entschieden, würden es wieder so, da es für zwei Tage genug Sehenswürdigkeiten sind. Das Amber Fort haben wir für 500 Rupie separat dazu gekauft.

Wenn du geschichtlich interessiert bist, lohnt es sich, einen Führer oder einen Audio Guide zu nehmen. Auch dann ist es sinnvoll, wenn du nur ein paar Sehenswürdigkeiten anschaust und dir dafür Zeit lässt. Dasselbe empfehlen wir dir, wenn du gerne fotografierst.

Hawa Mahal – der Palast der Winde

 

Eines der berühmtesten Gebäude in Jaipur ist das Hawa Mahal, auch bekannt als Palast der Winde. Es wurde 1799 vom Maharadscha erbaut, damit seine Hofdamen unbemerkt die Geschehnisse in der Stadt beobachten konnten. Vom Hawa Mahal hast du einen Ausblick über die Stadt, kannst die vielen Stockwerke hinaufsteigen und aus den Fenstern auf die Strasse gucken.

Der meistfotografierte Teil des Palastes, die äussere Fassade, kannst du am besten von der gegenüberliegenden Strassenseite sehen und fotografieren.

 

Amber Fort

Anfahrt: In der Nähe des Hawa Mahal, auf der gegenüberliegenden Seite des Wind View Café, fährt der Bus Nr. 29 oder ein roter Bus (klimatisiert). Beide Busse fahren dich für nur 20 Rupie zum Amber Fort und wieder zurück.

Als Alternative zum Amber Fort kannst du das Nahargarh Fort oder das Jaigarh Fort besuchen. Beide kosten nur 200 Rupie (ca. CHF 3/ EUR 2) und besonders in der Hochsaison hat es dort weniger Touristen. Wir haben das Jaigarh Fort besucht, denn dies ist in unserem Kombiticket inklusive und auch gleich beim Amber Fort.

Vom Fusse des Palasthügels kannst du auch auf das Elefanten-Taxi umsteigen, falls dir die Hitze und der steile Weg zu fest in die Beine geht.

 

Diese Festung ist riesig und von einer langen Mauer umgeben, welche sich wie die chinesische Mauer durch die Landschaft schlängelt. Das Amber Fort besteht aus gelbem und rosa Sandstein, weissem Marmor und detaillierten Verzierungen. Einige Teile der Festung sind sehr gut erhalten.

 

Wir haben keinen Audio Guide gekauft, sondern sind auf eigene Faust losgelaufen. Denn bei den wichtigen Räumen stehen vorab Tafeln und beschreiben den Raum bestens. Oder du kannst dir auch im Voraus die detaillierten Informationen im Internet raussuchen. Geniesse auch die Aussicht auf der hinteren Seite des Amber Fort.

 

 

Jal Mahal

Auf dem Weg zum Amber Fort haben wir einen Fotostopp beim Jal Mahal eingelegt. Der Wasserpalast wurde als Sommerresidenz für eine Herrscherfamilie gebaut und sieht noch immer majestätisch aus, mitten auf dem Wasser.

Wir sind in den gleichen Bus wie zum Amber Fort eingestiegen, einfach kurze Zeit früher ausgestiegen. Wenn du genügend Fotos gemacht hast, kannst du den nächsten Bus an der Strasse anhalten und weiterfahren.

  

Jaigarh Fort

Nach der Besichtigung des Amber Forts machen wir uns auf den Weg durch den Tunnel zum Jaigarh Fort. Der Hügel, auf dem das Fort liegt, wird auch Berg der Adler genannt. Schweisstreibende Sonne strahlt direkt auf unser Kopf, doch dies ist für uns kein Hindernis und wir kommen schleppend voran.

 

Das Fort wurde im Jahre 1726 durch Sawai Jai Singh III zum Schutze des Amber Forts und dessen Palastanlagen erbaut. Das Fort erstreckt sich über eine Länge von drei Kilometern und wurde während der Regierungszeit des Mogulherrschers Shah Jahan Kanonen hergestellt. Daher befindet sich auch die grösste Kanone der Welt dort oben.

 

Aufgepasst vor den Sicherheitsmitarbeitenden, welche sich zusätzliches Geld verdienen möchten. Einer winkt uns hinter eine Absperrung und zeigt uns ein geheimes Zimmer mit einer Wassermühle. Er sieht es jedoch länger nicht ein, dass wir ihm dafür nichts zahlen möchten.

Von den Festungsmauern des Forts hast du eine traumhafte Aussicht auf das Aravalli Gebirge und die vielen Wehrmauern, die auf den Hügelzügen erbaut wurden.

 

Auch das Amber Fort liegt nun zu unseren Füssen und wir können von hier oben vor allem den Grundriss gut erkennen. Das Jaigarh Fort gehört definitiv auch auf die Liste der Sehenswürdigkeiten in Jaipur, die sich lohnen. Die Aussicht von oben ist genial und die wenigen Touristen stören uns mal nicht 😉

 

Stadtpalast Jaipur

Typisch Rajasthan kann natürlich auch Jaipur mit einem wunderschönen Stadtpalast auftrumpfen. Ein Teil des Stadtpalastes wird bis heute von der königlichen Familie bewohnt. Um den Besuchern über dessen Anwesenheit zu informieren, werden 2 Fahnen gehisst. Ist nur eine Fahne zu sehen, so befindet sich der Maharaja auf Reisen, so wie es bei unserem Besuch der Fall war. Der Stadtpalast an sich ist ganz nett anzusehen, unserer Meinung nach aber nicht sonderlich spektakulär.

Es gibt ein paar Ausstellungen von Waffen, Bekleidung und Schmuck. Dafür ist der Pfauenhof auf dem Palastgelände wahrlich ein Highlight. Es gibt insgesamt vier Tore, nämlich das Lotos-, Pfauen-, Wellen- und Sonnen-Tor, wobei allesamt wunderschön sind.

 

Das Chandra Mahal ist sieben Stockwerke hoch. Der grösste Teil des Gebäudes wird noch immer von den Nachfahren der früheren Herrscher von Jaipur bewohnt. So können wir nur die Räume im Parterre, in welchen ein Museum eingerichtet ist, besichtigen. Denn mehr lässt unser Ticket nicht zu. Du kannst aber die privaten Räume auch besichtigen, dafür bezahlst du aber viel mehr…

Vom Innenhof führen vier sehr schön bemalte Türportale in die Innenräume. Jedes Türportal repräsentiert eine der vier Jahreszeiten und ist einer Hindu-Gottheit gewidmet. Dies ist das Lotus Gate, das den Sommer repräsentiert.

Das Pfauen Gate repräsentiert den Herbst und ist Lord Vishnu gewidmet ist.

Nach zwei wunderschönen und anstrengenden Tagen verlassen wir Jaipur um 23 Uhr erneut mit dem Nachtbus. Wir konnten in unserem Hotel bei der Reception auf dem Sofasessel warten, bis wir um 22:30 Uhr los müssen.

 

An der Busstation mussten wir dann lediglich unseren Bus finden. Gar nicht so einfach, denn wir sind müde, gefühlte 50 andere Busse stehen hier, es ist schon dunkel und wir möchten eigentlich einfach nur noch schlafen gehen…
Endlich haben wir unseren Bus gefunden und das Gepäck verstaut. In unserer Kabine haben wir uns gemütlich eingerichtet und schlafen gelegt.
Leider war dieses schöne Gefühl im Bett zu liegen von kurzer Dauer. Um 22:56 Uhr klopft es an der Schiebetür und wir mussten unser Ticket nochmals zeigen. Darauf mussten wir den Bus wieder verlassen und einen anderen Bus mit der Nummer 333 suchen. Tzzz… Kein Bus hat eine Nummer und es ist schon 22:57 Uhr, wie sollen wir unseren Bus noch erwischen?!
Als dann ein Bus in die grosse Kreuzung einfuhr, schrie der andere Busfahrer diesem zu und wir mussten rennen.
Glück im Unglück haben wir unseren Bus noch knapp erwischt und konnten uns nochmals in der Kabine schlafen legen. Aber plötzlich klopft es erneut an der Tür. Doch dieses Mal erhielten wir 2 Wasserflaschen. Unser Puls war aber sofort wieder auf 100.
Angenehme Nachtruhe…

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