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Die atemberaubende Landschaft von Hpa-an

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Das idyllische Hpa-an und dessen saftig grüne Umgebung waren eines unserer Highlights während unserer Myanmar Reise. Unser Bus war noch nicht einmal angekommen, da hatten wir uns schon in die wunderschöne Landschaft aus grün bewachsenen Kalksteinfelsen verliebt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir ja noch nicht, wie es aussehen wird, wenn wir mit dem Roller auf schmalen roten Sandpisten fahren.

In diesem Blogartikel verraten wir dir, welche Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse du in Hpa-an in Myanmar nicht verpassen solltest. Welches Hotel wir dir empfehlen können und warum wir wiederkommen.

Überblick Hpa-an: Kalksteinfelsen und Höhlen

Hpa-an liegt etwa 3 Busstunden östlich von Bago entfernt und ist das exakte Gegenteil zum Grossstadtchaos. Klar, im Ortszentrum der 50’000 Einwohner-Stadt wuselt es auch hier, aber das restliche Hpa-an und vor allem die Umgebung sind Idylle pur. Eingebettet zwischen dem Thanlwin-Fluss und den Kalksteinfelsen ist Hpa-an mit Sicherheit eines der landschaftlich eindrucksvollsten Ziele Myanmars. Wir fühlen uns hier schon einwenig wie zu Hause, denn es ist ruhig und wunderschön grün.

Uns, wie auch die meisten Besucher, zieht es in die beeindruckenden Tropfsteinhöhlen, von denen es rund um Hpa-an jede Menge gibt. Ebenfalls viel besucht ist die Kyauk Ka Lat Pagode: Inmitten eines kleinen Sees ragt auf der Spitze eines steilen, grün bewachsenen Felsen, eine Pagode in den Himmel. Die Kyauk Ka Latt Pagode ist zurecht eine der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten Hpa-ans.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Hpa-an

Um all die Sehenswürdigkeiten in Hpa-an zu besuchen, kannst du entweder an einer organisierten Tour teilnehmen, dir ein Tuk Tuk für den Tag mieten oder selbst mit dem Roller auf Entdeckungstour gehen.

Ein Tuk Tuk kostet etwa 25’000 Kyat (ca. CHF 16/ EUR 14), ein Motorrad 8’000 Kyat (ca. CHF 5/ EUR 4) und eine geführte Tour 5’000 Kyat pro Person (ca. CHF 3/ EUR 2.5), wenn genügend Teilnehmende dabei sind.

Wir lieben es einen Ort auf dem Motorrad zu erkunden, so sind wir flexibel, können durch verlassene Dörfer fahren und spüren den Wind in den Haaren, was für uns das allerschönste Lebensgefühl ist. Dadurch haben wir auch viele Höhlen gesehen und vor allem umso mehr von der wunderschönen Natur. Wir würden es jederzeit wieder so machen! Denn so kannst du anhalten, wenn du ein wunderschönes Fotomotiv gesehen hast und wieder weiter tuckern bis zum Nächsten.

 

Auch wenn du alle Sehenswürdigkeiten in einem Tag besuchen kannst, empfehlen wir dir länger in Hpa-an zu bleiben. Die Landschaft ist so schön, dass es sich lohnt ein paar Tage zu verweilen.

Sadan Cave

Die Fahrt zur Saddan Höhle führt dich erneut durch schöne Dörfer und vorbei an grossen Reisfeldern, die Landschaft ist atemberaubend. Nimm dir genügend Zeit, um immer wieder anzuhalten, zu staunen und zu geniessen.

 

Die grösste Höhle Hpa-ans wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Daher haben wir die ca. 30-minütigen Rollerfahrt quer über Sandpisten auf uns genommen. Die Dimensionen der Sadan Höhle sind wirklich beeindruckend. Was uns allerdings gestört hat: Wie leider sehr oft in Myanmar blinken und leuchten einem hier an allen Ecken grauenvolle farbige LED-Lichter entgegen. Wenn Buddha-Figuren plötzlich neonfarbenen Leuchtkronen tragen, hört sich für uns der Spass auf. Aber eben die Burmesen sowie auch die Inder mögen es farbig…

Hinzu kommt, dass die Höhle auf uns keinen allzu gepflegten Eindruck gemacht hat. Auch das ist in Myanmar leider keine Seltenheit. Dennoch sind wir froh, der Sadan Höhle einen Besuch abgestattet zu haben.

Die Höhle kannst du in etwa 10-15 Minuten komplett zu Fuss durchqueren, vorbei an beeindruckenden Felsformationen, über Brücken, immer mit den Geräuschen der Fledermäuse im Hintergrund.

Vom Eingang gehst du durch die Höhle etwa 15 Minuten, ehe du den Ausgang auf der anderen Seite erreichst. Hier hast du zwei Möglichkeiten. Variante A (langweilig): Du gehst den gesamten Weg durch die Höhle wieder zurück. Variante B (wunderschön): Du bittest einen der Bootsfahrer am Ausgang, dich zurückzufahren. Die kurze Bootsfahrt kann ganz klar ein Highlight der Sadan Höhle sein. Wir haben uns jedoch nicht in die Schlange stellen wollen und sind somit wieder durch die Höhle zurück gelaufen bis zum Eingang.

Weitere Höhlen in Hpa-an

Die Sadan Cave ist zwar die grösste Höhle in Hpa-an, es gibt jedoch noch viele weitere Höhlen. Also geht unsere Fahrt zur nächsten Höhle und unterwegs bewundern wir die herrlich saftig grüne freie Natur.

Und doch wird es schneller Abend als wir möchten… So schaffen wir es zeitlich leider nicht mehr bis zur Bat Cave (Fledermaushöhle) zu fahren. Kurz vor Sonnenuntergang fliegen hier tausende Fledermäuse aus der Höhle hinaus ins Freie. Das muss ein ziemliches Spektakel sein. Ebenfalls sehr sehenswert soll die Kawgon-Höhle mit ihren beeindruckenden Felsenreliefs sein.

Kyauk Ka Lat Pagode

Das typische Hpa-an-Postkartenmotiv liegt etwas südlich des Ortszentrums: Die Kyauk Ka Lat Pagode liegt sehr idyllisch inmitten eines Sees. Ihre Besonderheit: Die Pagode befindet sich auf der Spitze eines steilen Felsens – ein sehr skurriler Anblick. Wir waren ganz zu Beginn unserer Roller Tour dort und können die Atmosphäre zu dieser Tageszeit sehr empfehlen.

Die kleine Pagode auf dem Nadelfelsen ist das Wahrzeichen von Hpa-an. Kein Wunder, sie sieht wirklich einzigartig aus. Wieder ist vor dem Felsen ein kleiner See, in welchem sich die Pagode wunderschön spiegelt. Du kannst etwa bis zur Hälfte hinaufsteigen, sei achtsam, denn die Menschen kommen zum Beten hierher.

Der Besuch der Pagode ist gratis, zwischen 12 und 13 Uhr ist sie für den Aufstieg geschlossen.

Die Reisfelder rund um Hpa-an

Ebenfalls sehr empfehlen können wir dir, die Reisfelder rund um Hpa-an mit dem Roller zu erkunden. Von der Kyauk Ka Lat Pagode fährst du in Richtung Osten zum Lumbini Park. Da fährst du vorbei weiter nach Kawt Hta Ma Lein. Dieses Dorf durchqueren wir und biegen an der 2. Kreuzung rechts ab in eine Schotterpiste. Folge diesem Weg und nach kurzer Zeit bist du umgeben von wunderschönen Reisfeldern.

Unser Tipp: Die Reisfelder lassen sich perfekt mit einem Besuch in die Sadan Cave kombinieren. Wenn du dem beschriebenen Weg folgst, gelangst du am Ende direkt zur Pagode.

Kawgon Cave

In dieser Höhle findest du viele Buddha Statuen, über 10’000 faszinierende Relief-Buddha an den Felswänden und einen liegenden Buddha.

 

Die Stimmung ist mystisch, immer wieder bringen die Gläubigen mit einem langen Stab eine Glocke zum klingeln. Der Klang hört sich in der Höhle noch schöner und intensiver an als sonst. Links vor dem Eingang der Kawgon Höhle hat es eine steile Treppe, welche du hinaufgehen solltest. Du wirst bestimmt ausser Atem kommen, doch die Aussicht ist so wunderbar, dass sich der Aufstieg lohnt. Unendlich weit siehst du die grünen Reisfelder, umgeben von den mächtigen Kalksteinfelsen.

Der Eintritt kostet 3’000 Kyat. Bei dieser Höhle hat es Restaurants, wo du etwas essen oder eine Teepause machen kannst.

Uhrenturm

Der Uhrenturm von Hpa-An ist jetzt nicht wirklich ein Highlight, aber ein Merkmal der Stadt, welches jeder dort kennt. In der Nähe des Turms kommen auch die Busse aus allen Teilen des Landes an und fahren auch wieder ab. Du wirst höchstwahrscheinlich also mindestens zweimal dort landen.

In Hpa-An wird der Uhrenturm auch manchmal als Orientierungspunkt genutzt. Ein witziger Fakt ist, dass die alt-anmutende Uhr jedoch ein digitales Zifferblatt besitzt und so ihre Zeit angezeigt.

Lokaler Markt

Kurz vor dem Thanlyin River, vom Hotel Glory auskommend, gibt es auf der linken Seite täglich einen Frischwaren-Markt. Dort werden alle möglichen Arten von Gemüse, Fleisch, Blumen und viele weitere alltägliche Dinge verkauft. Ein kurzer Spaziergang ist durchaus interessant, wenn du dir einen lokalen Markt angucken möchtest. Touristen triffst du hier übrigens keine an.

Lumbini Garden

Kein absolutes Must-See, aber doch irgendwie beeindruckend ist der Lumbini Garden. Das Wort „Garden“ ist relativ irreführend, denn eigentlich handelt es sich eher um ein unglaublich weitläufiges Feld, auf dem über eintausend Buddha Statuen stehen.

 

Den Besuch des Lumbini Garden kannst du ideal mit der Wanderung auf den Mount Zwegabin kombinieren, denn diese startet direkt dahinter. Der Eintritt für beides kostet zusammen 4’000 Kyat pro Person.

Mount Zwegabin

Vom Mount Zwegabin hast du eine unglaubliche Aussicht über die Landschaft von Hpa-an. Die beste Zeit um den Berg zu besteigen, ist zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang. Wir haben diese Wanderung leider nicht machen können, da wir zu wenig Zeit hatten.

Ya Thae Pyan Cave

 

Unser letzter Stop an diesem Tag ist die Ya Thae Pyan Cave. Diese siehst du schon von Weitem. Die Buddha Statuen spiegeln im See, wenn die Sonne richtig steht. Ein wunderschönes Bild und das perfekte Motiv für Fotos. Die Buddha Statuen und Bilder wurden im 17. Jahrhundert von Pilger gespendet und weil kein Sonnenlicht in die Höhle scheint, sind sie noch heute gut erhalten. Durch die Höhle hindurch führt ein Weg nach draussen zu einer kleinen Pagode. Von dieser Plattform hast du erneut eine wunderschöne Aussicht auf die Reisfelder und Kalksteinfelsen. Die Aussicht wird bei jeder Höhle noch ein bisschen schöner, wir sind überwältigt.

 

Der Eintritt ist gratis, wenn du möchtest, kannst du in der Höhle eine Spende hinterlassen. Kurz vor der Kawgon Höhle biegt ein Weg nach rechts zur Ya Thae Pyan Höhle ab.

 

Die Anfahrt zur Kawgon und Ya Thae Pyan Höhle ist idyllisch und spannend. Nach der Brücke fährst du durch kleine Dörfer, wo die Einheimischen in einfachen Holzhütten, umgeben von Bäumen und Reisfelder, wohnen. Vergiss nicht zu winken, die Kinder können sich kaum halten vor Freude und auch die Erwachsenen winken lächelnd zurück.

 

Übernachtung in Hpa-an – unser Hoteltipp

Die Auswahl an Hotels in Hpa-an ist mittlerweile gewachsen, weshalb es besonders in der Hauptsaison gut ist, ein paar Tage vorher zu reservieren. Wenn du das verpasst, schau dich vor Ort um. Es hat einige Guesthouses, welche nicht im Internet sind.

Einige Hotels liegen etwas ausserhalb des Zentrums, dafür aber mitten in der schönen Natur.

Wir haben uns für das Golden Palace Hotel entschieden. Ein relativ einfaches, aber sauberes und für uns ausreichendes Hotel. Das Zimmer ist mit einem grosszügigen Badezimmer sowie Klimaanlage ausgestattet und im untersten Stockwerk gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Ausserdem bist du zu Fuss in wenigen Minuten am Nachtmarkt sowie beim Glockenturm. Ein guter Ausgangspunkt für deinen Aufenthalt in Hpa-An.

 

Unser Fazit von Hpa-an

Wir sind begeistert von Hpa-an und hätten noch viel länger bleiben können. Da unsere Weiterreise in Richtung Bagan vor der Tür steht, haben wir zweieinhalb Tage Zeit die schöne Landschaft zu geniessen. Es reicht zwar aus, um all die beeindruckenden Höhlen und Pagoden zu besuchen, doch wir hätten uns gerne einen Tag mehr in der freien Natur aufgehalten.

Das Zentrum Hpa-ans ist nicht besonders schön, doch der Fluss verleiht dem Ort zusätzlichen Charme und es ist spannend den Alltag der Menschen am Flussufer zu beobachten. In der Stadt kommen wir schnell mit Einheimischen in Kontakt und können viel von der birmanischen Kultur lernen. Während unserem Aufenthalt in Hpa-an kaufen wir unsere ersten Longyi. Wunderbar nun gehören wir auch schon fast zu den einheimischen 🙂 Wir werden jedenfalls überall angelächelt und die Burmesen haben total Freude an uns.

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