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Der goldene Felsen von Kyaikto – ein Heiligtum Myanmars

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Der goldene Felsen von Myanmar ist eines der Wahrzeichen von Myanmar und eine der heiligsten buddhistischen Stätten in Myanmar. Hoch oben in den Bergen Myanmars steht ein goldener Felsen, der eigentlich gar nicht dort stehen kann. Denn der Golden Rock sollte von der Schwerkraft hinuntergezogen werden, doch der Legende nach ist im Inneren des Steines ein Haar Buddhas, welches ihn festhält. Der Golden Rock ist eines der wichtigsten buddhistischen Wahrzeichen in Myanmar und ein beliebter Pilgerort.

Der Besuch des goldenen Felsens gleicht für einige Burmesen einer Pilgerfahrt, denn viele kommen nur einmal in ihrem Leben hierher auf den 1‘100 Meter hohen Berg. Dadurch kann es gerade in Ferienzeiten oder an Wochenenden sehr voll werden.

Wie so ein Ausflug zum Golden Rock abläuft, wie du zum goldenen Felsen von Myanmar kommst, was der Eintritt kostet und weitere Infos haben wir dir hier zusammengestellt. Denn wir müssen sagen, auch wenn es nur ein relativ kurzer Ausflug ist, ein Besuch beim goldenen Felsen lohnt sich absolut und er ist sehr beeindruckend.

Eine rasante Fahrt zu einem aussergewöhnlichen Ort

Fast überall aus Myanmar fahren Busse zum goldenen Felsen, der bei Kyaik Hto (manchmal auch Kyaikto geschrieben) liegt. Egal, ob du aus Yangon, Hpa-An oder wie wir aus Bago anreisen möchtest, es gibt immer eine Möglichkeit einen Bus zu kriegen.

Die Fahrt mit dem Bus kostet im Endeffekt sehr wenig, ist abhängig von der Distanz und dem Komfort (mit oder ohne Klimaanlage) des Busses. Du solltest aber zwischen 5’000 bis 7’000 Kyat einkalkulieren. Achte beim Buchen des Busses vor allem darauf, dass du nicht nur bis Kyaikto kommst, sondern auch zum Basislager Kinpun Sakhan gebracht wirst. Denn dort starten die Trucks zum goldenen Felsen und die meisten Hotels befinden sich auch gleich dort.

Unsere Übernachtung

Für eine Übernachtung gibt es zwei Möglichkeiten. Du könntest in Kinpun am Fuss des Berges eine Unterkunft finden oder aber auch direkt auf dem Berg in der unmittelbaren Nähe des goldenen Felsens.

Wir haben uns für das The Golden Palace entschieden, welches direkt am Basislager der Trucks liegt. Für eine Nacht völlig ausreichend, saubere und grosse Zimmer sowie einige Restaurants quer über der Strasse, um etwas zu essen zu finden.

Es gibt in diesem Dorf viele Hotels zur Auswahl. Wir würden dir bei einem Besuch des Golden Rocks aber dazu raten deine Unterkunft vorab zu buchen, denn selbst im Internet gibt es nur eine sehr übersichtliche Auswahl. Wenn du spontan bist, dann findest du mit Sicherheit aber auch direkt etwas vor Ort. Eventuell musst du jedoch ein bisschen herumlaufen und suchen.

Wir sind am Vormittag in Kinpun angekommen und sind nach dem Mittagessen zum goldenen Felsen gefahren. Unserer Meinung nach reicht ein halber Tag vollkommen aus um den goldenen Fels zu besichtigen. Unser Bus nach Hpa-An geht ohne Stress am nächsten Morgen.

Fahrt zum Golden Rock

Ein abenteuer lustige Fahrt mit dem Truck bringt uns den Berg nach oben. Denn zu Fuss zum Golden Rock ist möglich, dauert jedoch 5 bis 6 Stunden bis ganz nach oben.

 

300 m links von unserem Hotel gibt es eine grosse Abfahrtshalle. In einem Truck haben 42 Personen Platz und es wird immer aufgefüllt, bis ausnahmslos 6 Personen in einer Reihe sitzen. Leider war es bei uns 33°C stehende Hitze und wir mussten im Truck ausharren, bis endlich alle 42 Sitzplätze voll waren. Ja dies kann bis zu 30 Minuten gehen…

 

Die Art des Transports auf den Gipfel ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber definitiv ein Abenteuer. Denn wir Sitzen auf Bänken auf der Ladefläche von kleinen Trucks. Eingequetscht geht es in rasanter Fahrt den Berg hinauf. Pro Person kostet die Fahrt 2’000 Kyat und dieses Geld wird während der Fahrt bzw. bei einem Stopp eingenommen.

Die Fahrt dauert ungefähr 45 Minuten und ist nicht gerade bequem. Teilweise über enge und kurvige Serpentinenstrassen, wo nur ein Truck zur Zeit fahren kann, geht es nun den Berg hinauf. Steigung von ungefähr 40 Grad wird mit 35 km/h durchgebrettert. Vielleicht lag die Spitzengeschwindigkeit auch etwas höher…

Auf der Strecke wird öfters Halt gemacht, aber nicht zum Aussteigen oder Pause machen, sondern um unterwegs noch ein paar Spenden geben zu können. Regelmässig stehen Leute auf Treppen mit Schalen in der Hand, um Geld für diverse Tätigkeiten zu sammeln.

Auf dem Weg gibt es übrigens noch eine Seilbahn, etwa auf der Hälfte der Strecke, die ebenfalls zum Gipfel führt. Eine Fahrt mit dieser Seilbahn zum goldenen Felsen kostet 10 USD. Wir haben jedoch niemanden gesehen, der diese Fahrt benutzte. Heutzutage fahren die Trucks nämlich bis ganz nach oben.

Der Weg zum Golden Rock

Oben auf dem Gipfel angekommen, ist es nicht mehr weit bis zum goldenen Felsen. Aber ein paar Minuten zu Fuss müssen wir noch in Kauf nehmen. Auf dem Weg zum Eingang gibt es unzählige Shops und Verkäufer, wo wir noch Snacks, Getränke und auch Souvenirs kaufen könnten.

Danach gibt es vor dem grossen Eingangstor auf der rechten Seite ein kleines unscheinbares Gebäude in einem Blau-/Grün-Ton. Dies ist für uns Foreigner Tourist. Hier müssen wir unser Ticket für 10’000 Kyat kaufen und bekommen dann eine kleine Karte, die wir uns um den Hals hängen.

 

Am Eingangstor zum Golden Rock müssen wir wie so oft die Schuhe ausziehen und ich muss mir den Schal um mein Spaghetti Träger T-Shirt umwickeln. Der Rest des Weges führt erneut an vielen Essensständen vorbei. Nach den Treppen kommen kommen wir dann endlich am goldenen Felsen an.

Der Golden Rock

Angekommen an einem der heiligsten buddhistischen Orte von Myanmar, sehen wir den goldenen Felsen endlich mit eigenen Augen. Von weitem wirkt er riesig, aber je näher wir treten, desto kleiner sieht er aus. Trotzdem sehr beeindruckend.

 

Jährlich kommen tausende Besucher – vor allem auch Einheimische – und pilgern zum Golden Rock. Und wir sind mittendrin: zwei von vergleichsweise keinen westlichen Touristen. Die meisten sind Einheimische.

 

Auch die Aussicht vom Gipfel ist atemberaubend! Nur reicht sie leider nicht ganz so weit, da es alles ein wenig vernebelt aussieht, obwohl strahlender Sonnenschein herrscht. Aber macht nichts, geniessen können wir die Aussicht trotzdem.

 

Direkten Zugang zum goldenen Felsen haben übrigens nur Männer, Frauen ist dies untersagt. Die Männer kommen also mit Blattgold an den Felsen und kleben dieses bei einem Gebet daran fest. Die Frauen beten separat auf einer Plattform in der Nähe des Felsens.

 

Der Legende nach wird der goldene Felsen nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten und fällt deswegen nicht über den Abgrund.

Ob das so stimmt, können wir natürlich nicht sagen. Es hört sich eher nach einem Märchen an, was den Ort selbst aber nicht weniger faszinierend wirken lässt.

 

Als Tagesbesucher haben wir 2 Stunden hier verbracht, bevor es wieder mit den Trucks nach unten geht. Der letzte LKW fährt übrigens um 18.00 Uhr hinunter und den solltest du nicht verpassen.

Die Einheimischen haben sich hier jedoch teils gemütlich eingerichtet mit Decken und Zelten. Es sieht aus, als ob sie so auf dem Berg übernachten. Also mehr eine Pilgerreise bzw. Wallfahrt als ein kurzer Besuch.

 

Auch in der Umgebung auf dem Gipfel kannst du noch etwas mehr entdecken neben dem goldenen Felsen. So gibt es ganze Dörfer, weitere Pagoden und viele Möglichkeiten zum Einkaufen. Essen, Getränke, Kleidung, Elektronikartikel, Selfie Sticks – eigentlich findest du alles in der Nähe des goldenen Felsens.

Unser Fazit: Lohnt sich ein Besuch beim goldenen Felsen?

Der goldene Felsen ist auf jeden Fall ein faszinierendes Wahrzeichen und die Legende dahinter verleiht ihm noch zusätzlichen Charme. Die Aussicht vom Berg über die grüne Landschaft ist wunderschön und es ist interessant den Menschen bei ihren religiösen Ritualen zuzuschauen.

Auf der anderen Seite wurde die magische Atmosphäre durch den Bau der Hotels und der vielen Touristenstände etwas kaputt gemacht und auch der überteuerte Eintrittspreis führt dazu, dass das Wahrzeichen in Kritik geraten ist.

Unter all den buddhistischen Wahrzeichen in Südostasien, bleibt der goldene Fels etwas Spezielles, denn er ist anders als all die Pagoden und Tempel. Ausserdem ist er für die birmanischen Menschen ein extrem wichtiges Pilgerziel und gehört deshalb zur birmanischen Kultur dazu. Wenn du genügend Zeit hast, würden wir dir einen Besuch beim goldenen Felsen empfehlen. Am besten eignet sich ein Besuch bei der Durchfahrt vom Süden in den Norden oder als Tagesausflug.

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