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Delhi

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Nun sind wir also in Indien. Zu Beginn des Jahres hatten wir noch nicht die leiseste Ahnung, dass wir knapp neun Monate später den indischen Subkontinent bereisen werden. Und jetzt sind wir hier, in Delhi, in einem fensterlosen Hotelzimmer und hoffen, dass es der Jetlag gut mit uns meint.

Nachdem wir im zentral gelegenen Hotel Sury International eingecheckt haben und unser Zimmer bezogen haben, wollen wir uns ein paar Sehenswürdigkeiten in Delhi anschauen. Wir sind allerdings hundemüde und fühlen uns noch nicht so richtig angekommen. Alles ist neu und noch so unbekannt.

Wir packen das nötigste aus und nach wenigen Minuten machen wir uns auf dem Weg zur Reception. Wir möchten uns nämlich grob erkundigen. Denn die nette Dame hat uns darauf hingewiesen, dass die Meisten Sehenswürdigkeiten am Montag geschlossen sind, sodass wir diese heute besichtigen sollten. Gesagt getan: Als erstes gehen wir mit dem Hoteltaxi zum Akshardham.

Kurz nach dem Mittag gehen wir Mittagessen in einem kleinen, aber sehr leckeren indischen Restaurant. Lange Wartezeit für einen Tisch ist hier ganz normal. Die Karte durften wir jedoch vor der Tür studieren und somit auch die Bestellung bereits abgeben. Unser Tisch wird frei und das essen auch schon bald serviert. Spicy? Yes, a little bit. Das war es denn auch und wir können hoffen, dass wir das Essen vertragen werden und unsere Füsse keine Pilze kriegen. Und hoffen dass wir den ersten Tag gut verdauen und tief schlafen können.

 

Akshardham eine hinduistische Tempelanlage

Heute Morgen besuchen wir die Akshardham oder wie sie auch genannt wird Swaminarayan, die hinduistische Tempelanlage.

 

Wir sind völlig ehrfürchtig und atemlos beim Anblick des Akshardham Tempels. Es war lange her, dass wir von einem so beeindruckenden Bauwerk überwältigt wurden.

Die hinduistische Tempelanlage Swaminarayan Akshardham ist ca. 1 Stunde (mit dem Taxi) vom Flughafen Indira Ghandi entfernt und für alle Besucher kostenlos. Der Komplex, auf unserer Tagestour liessen wir sprachlos zurück.

Die Aussenseite von Akshardham ist mit fein gravierten Statuen von hinduistischen Göttern, Tieren und heiligen Menschen bedeckt. Die Arbeit ist detailliert und keine Reise ist komplett ohne einen Rundgang durch das gesamte Äussere. Um den Weg nach innen zu finden, müssen Sie Ihre Schuhe zuerst bei einem der Arbeiter lassen, der Ihnen einen Metallzahlenschlüssel zur Identifizierung übergibt. Das Innere ist nicht minder spektakulär, mit ähnlichen Schnitzereien und grossen Goldstatuen verschiedener Götter.

Leider ist die Fotoausrüstung nicht über den Eingang des Komplexes hinaus erlaubt. Tatsächlich sind auch keine elektronischen Geräte wie Videokameras oder Mobiltelefone erlaubt. Wenn du mal nach Akshardham gehst, schlagen wir vor, dass du sie im Hotel lässt, sonst musst du sie beim Personal zurücklassen – etwas, das wir nicht riskieren würden. Denke auch nicht daran, etwas hineinzuschmuggeln, die Sicherheitskontrolle am Eingang ist gründlich, selbst für indische Verhältnisse. Jedoch eine kleine Geldbörse darfst du mit dabei haben.

Regierungsviertel

Im Regierungsviertel angekommen, gleichen sich die Regierungsgebäude auf der linken Seite denen auf der rechten Seite, zumindest für uns. Hier befinden sich das Verteidigungsministerium und weitere wichtige Einrichtungen.

 

Birla Mandir Tempel –Laxmi Narayan

Dieser moderne und farbenfroh dekorierte HinduTempel wurde unter der Bedingung eingeweiht, dass Menschen aller Klassen hineingelassen werden.

Der Birla Mandir Tempel, auch bekannt als Laxmi Narayan, ist ein Wahrzeichen von Neu Delhi. Der riesige rot-gelbe-weisse dreigeschossige Tempel wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. Es erstreckt sich über 3 Hektar und umfasst viele Steine, Brunnen und einen grossen Garten. Die Aussenseite des Tempels ist mit Schnitzereien bedeckt, die Szenen aus der hinduistischen Mythologie darstellen.

Der Tempel ist der hinduistischen Wohlstandsgöttin und dem Bewahrer des Universums gewidmet.

Der Tempel ist einer der beliebtesten heiligen Orte in Delhi. Nimm dir etwas Zeit zum Meditieren oder sitze ruhig in einer der Hallen des Tempels.

Draussen im Garten ist auch ein ruhiger und erholsamer Ort, um ein oder zwei Stunden lang den künstlichen Wasserfällen zuzuhören.

Der Tempel ist täglich geöffnet und kann kostenlos besucht werden. Fotografieren ist im Haus nicht gestattet; für die Aufbewahrung von Kameras, Telefonen und Schuhen stehen Schliessfächer zur Verfügung, sodass du den Tempel barfuss bestaunen kannst.

 

Old Delhi  & Spice Market- eines unserer persönlichen Highlights

Wenn du in Delhi unterwegs ist, solltest du unbedingt in Old Delhi die Strasse Chandi Chowk und den nahe gelegenen Spice Markt besuchen. Ein Gewirr aus engen Gassen, Geschäften, vielen Menschen, Motorrädern, Tuk Tuks, Garküchen, Kühen, spielenden Kindern, Müll, Lärm und vielen Gerüchen. Auf den ersten Blick fühlst du dich verloren und wenn du nicht aufpasst, dann bist du das auch. Also merke dir unbedingt den Weg, wie du in das Gewirr hineingekommen bist.

Die einzelnen Gassen in dem Viertel sind meist nach Branchen sortiert, so dass du plötzlich zwischen lauter Läden stehst die nur Hochzeitseinladung drucken oder nur Schmuck verkaufen. Hier gibt es super viel zu entdecken und zu erleben! Beim Kaufen das Feilschen nicht vergessen!

Das Highlight ist mit Sicherheit der Gewürzmarkt. Hier gibt es neben jedem erdenklichen Gewürz, auch alle Arten von Nüssen, Trockenfrüchten und Obst. Auf dem Markt herrscht ein reges Treiben und so manches Mal standen wir unbeabsichtigt im Weg, wenn mehrere Träger mit grossen Paketen auf dem Kopf an uns vorbeirannten. Die Luft in den engen Gassen kann gerade in den späten nachmittags Stunden sehr schlecht sein. Wir haben teilweise kaum Luft bekommen, so gebrannt hat die Luft nach Gewürzen, Chili und Abgasen, so haben wir Old Delhi mit Kopfschmerzen dafür vielen Erinnerungsfotos wieder mit der Metro verlassen.

Jama Masjid

Eine wunderschöne Moschee der Ruhe im Herzen von Old Delhis Chaos, die grösste Moschee der Hauptstadt, ist auf einer Höhe von 10 Metern gebaut. Diese kann bis zu 25’000 Menschen aufnehmen. Die Marmor- und Rot-Sandsteinstruktur, auch bekannt als „Freitagsmoschee“, war der letzte architektonische Triumph, der zwischen 1644 und 1658 erbaut wurde. Die vier Wachtürme wurden zur Sicherheit genutzt. Es gibt zwei 40 m hohe Minarette, von denen eines bestiegen werden kann, um eine fantastische Aussicht zu geniessen.

Gurdwara Sis Ganj Sahib – Sikh Tempel

Ein Besuch in Gurdwara Sis Ganj Sahib war unser erster Besuch in einem Sikh-Tempel. Wir beide waren sehr beeindruckt von dem, was wir sehen – besonders von den freundlichen Herzen der Menschen, die viel Zeit und Geld damit verbringen, anderen zu dienen.

Gurdwara Sis Ganj Sahib ist einer der neun historischen Gurdwaras in Delhi. Es wurde ursprünglich 1783 zum Gedenken an die Märtyrerstätte des neunten Sikh Guru erbaut.
Gurdwara Sis Gank Sahib liegt im Herzen von Dehlis altem Chandni Chowk Bezirk, in der Nähe des Roten Forts (ca. 10 Gehminuten). Es ist eine geschäftige Nachbarschaft und es gibt viele Menschen, die diese Gurdwara jeden Tag besuchen.

Der wunderschöne und grosse Gottesdienstsaal, der farblich wunderschön vollendet ist, bietet Platz für Musiker die aus dem heiligen Buch des Sikhs singen. Jeder kann sitzen und zuhören, wie wir. Andere waren demonstrativer für ihre Anbetung, welche dann zuvorderst ihr Gebet halten.

Die Gurdwara serviert zwei kostenlose Mahlzeiten pro Tag für jeden, der eine will oder braucht. Zehntausende von Mahlzeiten werden jeden Tag zubereitet und serviert. Das Essen wird aus Sikh-Spenden gespendet oder gekauft. Die Arbeit bei der Zubereitung des Essens wird in der Regel von Freiwilligen geleistet – Sie werden feststellen, dass jeder, von einem obdachlosen Strassenbewohner über einen Anwalt bis hin zu einem Politiker, bei der Zubereitung einer gesunden Mahlzeit zusammenarbeitet, die sie dann alle herumstehen und auch geniessen. Das Essen ist vegetarisch und sehr gut.

Hier ist ein Foto von einigen Freiwilligen, die am Teig zubereiten sind:

Wir sind wirklich berührt von der wohltätigen Art des Sikh-Volkes. Es gibt nicht viele, die sich bemühen, den Bedürftigen konkrete Hilfe zu leisten, und in Delhi gibt es immer noch viele, die in Not leben.

 

Chaotisches Delhi – tag täglich

Delhi gleicht einem heillosen Ort des Chaos und ein Besuch dieser Stadt ist gleichzeitig auch eine Zeitreise. (Wir würden sagen, dass gilt sogar für ganz Indien). Die indische Hauptstadt wurde schrittweise von vielen Dynastien, die hier regiert haben, geprägt und gestaltet. Heute ist sie eine der am schnellsten wachsenden Grossstädte der Welt. Indiens Vergangenheit und seine Zukunft werden hier erlebbar. Für mich hat die Stadt viele Gesichter – eines davon ist Alt Delhi, die ehemalige Hauptstadt der Moguln und Neu Delhi, im Süden. Beide sind in so vielen Dingen verschieden – nicht nur in Architektur und Gestaltung, aber auch in den Menschen, die dort leben. Alt Delhi hat sehr enge Strassen mit einem Gewirr aus Stromkabeln, die überall über den Köpfen der Menschen hängen und im Kontrast dazu sind Neu Delhi’s Strassen weit und mit kleinen Parks versehen. Beide Teile sind jedoch auf ihre Weise bunt und magisch.

Abendleben in Delhi

Am Abend bei Eindämmerung werden die Inder erst so richtig aktiv auf den Strassen und Fussgängerzonen. Viele von Ihnen schlagen ihre Decken oder Plastikplanen auf um darauf Schlüsselanhänger, Gürtel, Trainer, Socken, Schmuck zu verkaufen. Beim weiter Schlendern kommen auch kleine Buben mit einer kleinen Glasvase entgegen mit 2 Fischen drin. Wer möchte denn schon an einem normalen Abend einen Goldfisch auf der Strasse kaufen? Schon verrückt was du hier alles sehen und erleben kannst. Für uns einfach unvorstellbar solche Dinge. Aber wir geniessen es natürlich auch mal eine etwas andere Kultur kennen zu lernen.

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