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Chitwan Nationalpark

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Mit Guide in den Chitwan Nationalpark

Heute morgen geht es in Begleitung unseres Guides Abhi und eines Hotelguides in den Park. Alleine dürfen wir den gar nicht betreten und das aus gutem Grund: die Tiere leben frei und bewegen sich innerhalb des ganzen Parks so wie es ihnen gefällt. Auch nach aussen hat der Park keine Begrenzung und die Elefanten gehen zum Beispiel nachts gerne in die umliegenden Reisfelder oder wandern ins 8 Kilometer entfernte Indien oder eben durch unsere Hotelparkanlage, wie dies vor einigen Tagen der Fall war.


Wir bekommen zu Beginn unserer Safari eine ganz kurze Einweisung, wie wir uns zu verhalten haben wenn wir einem Tiger, Nashorn oder Elefanten begegnen (bei allen war hinter einem Baum verstecken eine Option, nur bei Elefanten sollte man nicht drauf klettern). Das sind die so richtig gefährlichen Tiere, bei den anderen guckt man dann eben spontan 😉

Wie entkommst du eigentlich einem freilaufenden Panzer-Nashorn in freier Wildbahn? Kannst du frische Cannabis-Blätter rauchen? Und geht ein Elefant im Wasser unter, wenn ich darauf sitze? Diese etwas ungewöhnlichen Fragen können aufkommen, wenn du dich im Süden Nepals aufhältst. Im Terai, der Tiefebene des Landes, habe ich rückblickend vielleicht eine der gefährlichsten Erfahrungen meines Lebens gemacht…

Neben dem angenehmen Himalaya-Gebirge wird es im Süden Nepals – an der Grenze zu Indien – heiss und im wahrsten Sinne des Wortes schweisstreibend. Im Royal Chitwan Nationalpark angekommen, wird es endlich still und wahnsinnig eindrücklich.

 

Endlich aufatmen. Kein Staub der sandigen Strassen mehr in den Nüstern, kein nerviges Hupen in den Ohren. Dafür aber ein irgendwie bekannter, aber alles andere als üblicher Geruch in der Nase. Den Duft, den du schon mal durch den Rauch gewisser Marijuana-Anhänger aufnimmst, wächst hier wie Unkraut am Strassenrand: Cannabis!

Wir vergnügen uns am Abend aber lieber mit unserem Tourguide in einem kleinen Restaurant mit Blick auf den Fluss, der am nächsten Tag in den Dschungel führen würde.

Bevor ich endlich im Kanu flussabwärts sitzen konnte, gibt es noch einen kleinen Einblick in die Aufzuchtstation der staatlichen Elefanten. Ich sehe die Haltung wilder Tiere immer sehr kritisch und war überrascht, dass sich hier ein relativ respektvoller Umgang mit den Dickhäutern zeigte. Sie werden meist als Nutztiere eingesetzt und kommen dadurch tagtäglich in den Dschungel.

 

Mit dem Guide Gopal und unserem INTREPID Guide sitzen wir kurze Zeit später in einem schmalen holzartigen Floss. Ohne Motor schipperten wir den Fluss entlang und begaben uns auf die Suche nach den vom Aussterben bedrohten Panzer-Nashörnern, Vögel, Krokodilen und dem seltenen Bengalischen Tiger. Krokodile schienen uns vom Ufer aus zu beobachten…

 

Bevor wir nach etwas mehr als einer Stunde das Kanu verlassen, wird Gopal’s Miene ernst. Der 1,60 m kleine Guide erklärte uns gewissenhaft, wie man im Falle eines Falles einem Nashorn entkommen könnte. Ich traute meinen Ohren nicht. Das Nashorn könne zwar nicht so gut sehen, aber Hör- und Geruchssinn seien stark ausgeprägt. Das wurde ja immer besser. Schweiss brach aus. Wie sollte ich mich denn in einer flachen Graslandschaft retten können? Nun ja, ich müsse eben im Zick-Zack laufen, das würde das Rhino nicht können, erwiderte Gopal. Dafür würde aber das Nashorn bis zu 50 km/h schnell laufen können! Und ins Wasser retten ginge wegen der Krokodile auch nicht. Es gibt für uns also nur ein Zurück auf den Jeep und Motor starten…

 

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