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Blue Mountains trotz heftigen Waldbränden

Die Blue Mountains liegen ungefähr 110km von Sydney entfernt. Wenn du also in Sydney bist, solltest du unbedingt einen Abstecher in die Blue Mountains machen. Und am besten bleibst du länger als einen Tag – so wie wir es gemacht haben.

 

Im Vorfeld hörten wir von all unseren Verwandten und Bekannten. Das der Blue Mountains Nationalpark offenbar nicht mehr existiert oder zumindest von den Waldbränden stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wir wollten uns selbst ein Bild davon machen.

So hatten wir unterwegs schon ein paar Infos aus erster Hand mitbekommen, so waren wir mit einem frisch verlobten Paar auf dem Withsundays Segel Turn, wo er eine Woche vor dem Segelturn den Antrag in den Blue Mountains machte. Also mussten sie noch stehen.

 

 

Auf dem Highway ginge es nach und nach die Berge hinauf immer entlang der Eisenbahnstrecke, welche schon seit den Anfängen von der Besiedlung die Blue Mountains mit Sydney verbindet. Im Ort Katoomba der ein bisschen das Zentrum ist gehen wir in eine Touristeninformation leider ist diese eine Kommerzielle und somit wenig hilfsbereit. So machen wir uns auf den Weg zum Parkplatz für den Canyon Track.

Frisch gesattelt mit Kameratasche und genügend Wasser machen wir uns auf den Weg in den Canyon. Vom Parkplatz geht es zunächst über Treppen und Serpentinen ein Coulvar hinunter.

 

Umso weiter wir hinuntersteigen desto mehr ändert sich der Wald von einem eher trockenen Eukalyptus-Wald zu einem Regenwald. Und schon bald kreuzt der Weg einen kleinen Bach. Am Grund des Canyons geht es nun immer dem Wasser nach den Canyon entlang.

 

Der Weg führt vorbei an Höhlen, überhängende Felswände und weitere in den Canyon mündende Täler. Das Tal verengt sich zunächst immer mehr bis du auf einen schmalen Felsvorsprung unter dem Felsen und über einer tiefen engen Schlucht entlang wanderst. Als diese Schlucht sich öffnet sehen wir zum ersten Mal in den Blue Mountains Überreste der verheerenden Waldbrände. So ist die gegenüberliegende Seite der Schlucht abgebrannt und nur noch Braune Bäume und Schwarze Asche ist übrig.

 

Nun geht es noch mal weiter hinunter auf den Grund des Canyons, der noch immer viel Wasser hat und grün ist. Allerdings fällt uns auf das hie und das doch der einte oder andere brennende Baum die steilen Klippen in den Canyon gestürzt ist. Allerdings scheint es so als wäre der Canyon genügend feucht gewesen, so dass sich die Brände zumindest nicht im Canyon weiter ausbreiten konnten. Ein gesperrter Track, der von vom Canyon Walk abbiegt, zeugt von den Waldbränden. Nun da fast am Ende des Canyons Walks angekommen sind muss es natürlich wieder auf das Hochplateau hinauf gehen.

So steht uns nun der Aufstieg zum Evens Lookout. Im Gegensatz zum Abstieg wechselt der Vegetation nun Vom Regenwald zum abgebrannten Eukalyptuswald. Der Weg führt über verbrannte Erde und verkohlten Baumstämmen. Die Natur ist sich bereits wieder am Erholen. So spriesst zwischen der Verkohlten Bäumen bereits wieder Grün. Und die Bäume, welche nicht abgestorben sind, fangen auch bereits wieder an auszuschlagen. Der Lookout bietet einen Grandiosen Ausblick über das Tal.

Wir rätseln allerdings noch eine Weile wo es im Tal gebrannt haben könnte, denn das Tal scheint immer noch Grün, allerdings durchzogen von ein paar braunen Flecken.


 

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz führt uns der Weg durch stark abgebrannten Wald und wir sehen doch auch ein abgebranntes Haus.

 

Nun nehmen wir den Cliff Drive entlang der Felsklippen und halten an diversen Lookout’s an, um die schroffen Felsen und steilen Klippen zu bestaunen. Natürlich darf der Echopoint nicht fehlen.

 

Das ist der touristische Lookout auf die Three Sisters. Er ist stark überlaufen und die Touristen werden mit Reisebussen zu tausenden heran gekarrt und es ist ein Kampf ein guter Punkt am Geländer zu ergattern, um doch das eine oder andere schöne Foto zu schiessen.

 

Unser Tipp: gehe auf die untere Aussichtsplattform, denn so hast du keine anderen Personen auf dem Bild. Denn von der erhöhten Plattform musst du schon stark zoomen damit die untere Plattform nicht auf das Bild kommt.

 

Unser Favorit ist allerdings der Lookout beim Katoomba Falls und der Eagle Hawk Lookout.

Von da hast du eine tolle Sicht auf die Three Sisters und ganz wenige andere Touristen.

 

Campingplatz Blue Mountains

Die Nacht verbringen wir auf dem Katoomba Falls Camping.

Der ist allerdings nicht der günstigste, liegt aber sehr nahe am Städtchen Katoomba und nur 5 Gehminuten vom Katoomba Falls Lookout entfernt. Dies Lohnt sich vor allem am Frühen Morgen bei Sonnenaufgang. So kannst du mit etwas Glück einen gigantischen Sonnenaufgang erleben. Die Sonne geht zwar nicht direkt hinter den Three Sisters auf allerdings ist die Sicht mit Nebelmehr das die Three Sisters noch etwas um wabert oder zum Teil kurzzeitig ganz verschlingt bestens.

 

Nach der Fotosession zum Sonnenaufgang und dem Frühstück machen wir uns auf zur Wanderung. Von Katoomba Falls geht es zu den Furber Steps die uns in Tal vor Katoomba führen.

 

Danach gehen wir weiter um die Three Sisters herum bis zum Leura Forest. Von da an geht es via Dardenelles Pass zu den Giant Stairway und diese dann hoch zu den Three Sisters.

 

Honeymoon Bridge

Auf der Honeymoon Bridge kannst du auf Tuchfühlung mit der hintersten der Three Sisters gehen. Danach ist es nur noch einen kleinen Marsch hoch zum Echo Point und schlussendlich zurück zum Kassandra Falls Camping.

Im Anschluss fahren wir weiter den Cliff Drive ab und fahren schlussendlich wieder den Highway zurück aus den Blue Mountains zu unserem Übernachtungsplatz am Warragamba Dam, bevor es dann am nächsten Morgen nach Sydney geht.

 

Scenic World Blue Mountains

Die Scenic World Blue Mountains ist eine Art „Freizeitpark für die Familie“ und befindet sich mitten in den Blue Mountains. Irgendwie haben es die Betreiber geschafft die Scenic World als Haupteingang zu den Blue Mountains zu etablieren, was sie jedoch überhaupt nicht sind. Als Besucher musst du wirklich aufpassen, nicht das du ein (in unseren Augen) sinnloses Ticket für die Scenic World kaufst.

 

Unser Fazit

Die Blue Mountains sind definitiv einen Ausflug wert. Und ein Muss für Wanderfans. Wenn du gerne wanderst, plane mindestens zwei Tage für die Blue Mountains ein. Denn die beiden Wanderungen, die wir unternommen haben, sind einfach zugänglich und auch mit etwas Kondition keine Herausforderung. Falls du noch weitere Wanderungen unternehmen möchtest, lohnt sich ein Blick in die Nationalpark App von New South Wales. Dort sind alle Tracks und Routen vermerkt und beschrieben.

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