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Bago – beeindruckende Tempel auf einer Tagestour

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Bago liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Yangon, der grössten Stadt Myanmars. Mit über 250’000 Einwohnern ist dies die viertgrösste Stadt des Landes, obwohl sie ausserhalb der Innenstadt mehr das Gefühl eines Dorfes vermittelt. Viele Reisende lassen Bago aus, dabei hat die Stadt einiges zu bieten.

Da Bago zwischen Yangon und dem Golden Rock liegt, kannst du hier super einen Zwischenstopp einplanen und das solltest du auch tun! Wenn du dich für Pagoden und Tempel interessierst oder du eine Vielfalt von Tempeln sehen möchtest, dann ist Bago ein absolutes Highlight. Viele abwechslungsreiche Tempel erwarten dich hier und wir stellen dir die interessantesten in diesem Blogbeitrag vor.

Unsere Anreise nach Bago

Um von Yangon nach Bago zu gelangen, gibt es 3 Möglichkeiten. Das Taxi, den Bus oder den Zug. Wir sind mit dem Bus nach Bago, um mal etwas Anderes auszuprobieren.

Um mit dem Bus von Yangon nach Bago zu kommen, musst du zur Saw Bwar Gyi Gone Bus Station, die in der Nähe des Flughafens liegt, wo du nur mit einem Taxi hinkommst. Die Busfahrt dauert etwa so lange wie die Zugfahrt, kostet aber 12’000 Kyat. Taxipreise nach Bago kennen wir leider nicht, die müsstest du vor Ort im Hotel anfragen.

Hinweis: Natürlich kannst du auch aus der anderen Richtung vom Golden Rock oder Hpa An nach Bago fahren. Denn Bago ist ein Verkehrsangelpunkt und da halten viele Busse an. Die Preise sind ähnlich günstig. Wir haben nur die Anreise von Yangon beschrieben, da wir so nach Bago gekommen sind.

Tempeltour durch Bago

Wir kommen um 10:30 Uhr aus Yangon an und können direkt im Hotel Pegu Lodge unser Zimmer in Bezug nehmen. Wir müssen uns allerdings ein wenig beeilen, da wir  nur bis zum Sonnenuntergang Zeit haben, die Sehenswürdigkeiten von Bago zu besichtigen. Das klingt für dich wahrscheinlich stressig, war aber dank unserer Planung gut machbar. Insgesamt waren wir etwa fünf Stunden zu Fuss unterwegs (ja etwa 20 km abgetrampelt) und konnten in der Zeit sechs Ziele unserer Wahl ansteuern. Auch wenn in Bago insgesamt natürlich sehr viel mehr beeindruckende Tempel stehen, so haben wir am Abend doch das Gefühl, einen sehr guten Einblick für die Stadt zu erhalten haben.

Abgesehen von der kurzen Aufenthaltsdauer, hat uns Bago ohne Zweifel beeindruckt, obwohl wir nicht alle Tempel und Sehenswürdigkeiten anschauen konnten. Vielleicht liegt einfach daran, dass es in der der viertgrössten Stadt Myanmars naturgemäss sehr chaotisch zugeht und wir uns an dieses hektische Grossstadtfeeling gewöhnt haben.

In Bago kannst du für 10’000 Kyat (6 CHF / 5 EUR) ein Sammelticket kaufen. Wir haben dies direkt bei der 1. Sehenswürdigkeit gekauft um alle weiteren Sehenswürdigkeiten auch anschauen zu können.

Kyaik Pun Buddha

Die vier Buddhas von Kyaik Pun waren der erste Stopp unserer Tempel-Tour durch Bago und wir können dir einen Besuch dieser auf jeden Fall empfehlen. Vier riesige Buddhastatuen blicken hier Rücken an Rücken jeweils in eine Himmelsrichtung. Mit 27 Metern Höhe sind die Buddhas ganz schön imposant anzusehen.

Mahazedi Pagode

Die Mahazedi Pagode ist eine der bekanntesten Pagoden in Bago und steht somit bei fast jedem Besucher der Stadt auf dem Plan. Trotzdem ist es hier sehr ruhig. Während unseres Aufenthaltes sind wir alleine unterwegs um diese Pagode. Was für ein herrliches Gefühl.

 

Mit ihrer Kombination aus weiss und gold hat uns die Mahazedi Pagode ebenfalls sehr gut gefallen. Schade finden wir allerdings, dass sie nur von Männern bestiegen werden darf. Wie bei sehr vielen Heiligtümern in Myanmar werden Frauen auch hier benachteiligt. Somit konnte nur Thomas die steilen Treppen erklimmen und den – sehr imposanten – Fernblick in alle Richtungen geniessen. In der Ferne ist sogar der Mya Tha Lyaung Buddha zu sehen. Ich durfte dann am Abend am Laptop die Aussicht auf den Bildern anschauen… haha

 

Aber auch ansonsten hat das Gelände neben der riesigen Mahazedi Pagode noch ein weiteres Highlight zu bieten. Das Tempelgebäude aus braunem Lehm mit einer goldenen Stupa auf der Spitze kannst du nämlich auch betreten und dir die Gewölbe im Innenraum ansehen.

Hier gibt es einen fotografischen Insider: Sitze beim Eingang des Tempelgebäudes auf den Treppenabsatz und knipse dieses Wunderschöne Foto.

 

Shwethalyaung Buddha

 

Unglaublich: Mit seinen 55 Metern Länge ist der liegende Shwethalyaung Buddha der zweitgrösste liegende Buddha der Welt. Die Dimensionen sind echt gewaltig und allein schon deshalb ist ein Besuch auf jeden Fall lohnenswert. Einzig die Wellblech-Überdachung finden wir persönlich nur wenig ansehnlich, aber gut, wir verstehen natürlich, dass dieser sehr besondere Buddha vor Wind und Wetter geschützt werden muss.

Rund um die Buddha-Statue sind Plaketten angebracht mit Namen von Personen, die für den Shwethalyaung Buddha grosse Spenden hinterlassen haben.

Mya Tha Lyaung Buddha

 

Erst 2001 wurde der 82 Meter lange liegende Buddha von Mya Tha Lyaung erbaut. Der liegende Mya Tha Lyaung Buddha ist im Vergleich zum Shwethalyaung Buddha relativ wenig frequentiert. Wir sind adie einzigen Gäste und haben uns über die Ruhe sehr gefreut. Allerdings ist der Mya Tha Lyaung Buddha bei Weitem nicht so eindrucksvoll und weniger gepflegt. Er liegt nicht in einer Tempelanlage und besitzt auch kein Dach, das die Statue vor der Witterung schützt. Und dies durften wir auch hautnah miterleben, denn es zog über uns ein kurzes aber heftiges Gewitter auf.

Ein Zwischenstopp lohnt sich dennoch, wie wir finden.

 

Ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg zum nächsten grossen liegenden Buddha. Viel Zeit benötigst du in dieser Anlage auch nicht, aber für ein nettes Erinnerungsfoto lohnt es sich.

Shwemawdaw Pagode

Was die Shwedagon Pagode in Yangon ist, ist die Shwemawdaw Pagode in Bago – nämlich das wichtigste Heiligtum der Stadt. Kaum zu glauben, aber die Shwemawdaw Pagode ist noch höher als ihre Schwester in Yangon – insgesamt ragt sie 114 Meter in den Himmel. Wir sind vor Sonnenuntergang bei dieser Pagode angelangt, stellen es uns aber auch schön vor, den Sonnenuntergang ganz abzuwarten. Die müden Beine und die weiteren Sehenswürdigkeiten haben dies jedoch nicht zugelassen.

 

Wir haben uns für die Shwemawdaw Pagode auf viele Touristen eingestellt. Doch so viele wie wir in Yangon an der Shwedagon Pagode angetroffen haben, waren es dann in Bago doch nicht sondern eher mit viel Ruhe verbunden. Es sind meist nur wenige Besucher vor Ort und du kannst die riesige Pagode und die Atmosphäre in aller Ruhe auf dich wirken lassen.

Diese Pagode ist auch im Sammelticket inbegriffen.

Kanbawzathadi Palace

Der dritte Stopp war der Kanbawzathadi Palace, der hier 1556 für den ehemaligen König erbaut wurde. Heutzutage kannst du jedoch nur eine Nachbildung besuchen, die zwischen 1990 und 1992 am selben Ort erbaut wurde, da der ursprüngliche Palast komplett abgebrannt ist.

 

Im Inneren findest du den Thron und einige Ausstellungen über die damalige Zeit. Besonders beeindruckend ist das Gebäude jedoch nur von aussen. Denn für uns sind die beiden Audienzhallen sowie der Schlagsaal zu goldig und zu kitschig. Demzufolge ein netter Stopp, aber sicher kein Muss.

Unser Hoteltipp für Bago

Das Hotelangebot in Bago ist überschaubar, doch mittlerweile gibt es einige Hotels, die wirklich komfortabel sind. Wir haben für eine Nacht das Hotel Pegu Lodge gebucht. Dieses Hotel können wir dir sehr empfehlen. Wir vermuten, dass dieses Hotel im Jahr 2018 total renoviert wurde. Alle Zimmer waren wunderschön hell, bequeme Betten und mit einem Fenster. Im Gesamten ist das Zimmer sehr komfortabel – da gibt es wirklich nichts auszusetzen. Vom Frühstück sind wir sehr begeistert. Wir durften nämlich 30 Minuten vor Frühstücksbeginn schon unseren Fried Rice mit Toastbrot knabbern, da unser Bus nach Kin Pun um 7:15 Uhr losfährt. Wirklich nettes und hilfsbereites Personal.

Anreise nach Bago

Viele Reisende – so auch wir – reisen von Yangon nach Bago. Bevor wir nach Myanmar gereist sind, stand für uns fest, dass wir viel mit dem Bus fahren werden. Und somit haben wir unser Busticket gekauft. Busfahren in Myanmar ist ein Erlebnis, das können wir dir schon einmal versprechen. Es rumpelt und ruckelt im Schnellzug dahin, doch dafür kannst du die Landschaft wunderbar an dir vorbeiziehen sehen und das Leben der Einheimischen im und ausserhalb des Buses ein bisschen beobachten. Unsere Busfahrt dauert dann doch eher etwas länger als geplant. Geplant sind 2 Stunden und weil wir einen Cityhopper erwischt haben, sind wir dann halt erst nach knapp 3.5 Stunden in Bago angekommen.

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