Du planst einen Wohnmobilausflug nach Warnemünde? Und möchtest dir vorab die besten Warnemünde Tipps holen? Die kleine Stadt an der Ostsee liegt in der Nähe von Rostock und ist beliebt bei vielen Wohnmobilisten vor allem auch bei gestressten Grossstädtern, weil der Wohnmobilstellplatz direkt am Hafen liegt. Für deinen Urlaub in Warnemünde erfährst du hier unsere Tipps für diese schöne Stadt am Meer.

Wer lange Strände und gemütliche oder romantische Spaziergänge mit tollen Sonnenuntergängen am Meer liebt, dem wird es hier in Warnemünde sicher gefallen.

Die Anfahrt nach Warnemünde war allerdings schon mal nicht so prickelnd. Wir fuhren über die A103 bzw. A105 nach Warnmünde. Übrigens, auf der A105 gibt es einen mautpflichtigen Tunnel, die Fahrt da durch kostet für unser Wohnmobil 3,50 EUR (Stand Juni 2021). Die Stadtautobahn von Warnemünde säumten weniger hübsche Betonbunker im guten alten DDR Style. Das Ganze wirkte etwas trostlos.

Aber schon bald hatten wir die Betonbunker hinter uns gelassen und nähern uns dem Ziel. Unser Stellplatz in Warnemünde liegt direkt am Hafen. Wir fahren also in den normal gekennzeichneten PKW Parkplatz und da jedoch einmal gerade durch bis wir zum Wohnmobilstellplatz gelangen und dort suchen wir uns einen gemütlichen Platz aus.

Schnell geparkt ging es schon zum nächsten Programmpunkt: Markiese raus, Stühle raus und Kaffee trinken. Wir liessen uns vor dem Wohnmobil nieder und genossen die Sonnenstrahlen mit dem Blick aufs Meehr wo die Schiffe, Katamaran und Frachtschiffe ein und aus fuhren. Nun sind wir perfekt gestärkt, um Warnemünde und seine Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Warnemünde Sehenswürdigkeit #1: Der Leuchtturm in Warnemünde

Das Wahrzeichen schlechthin und sicherlich eins der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Warnemünde und schon sehr imposant, wenn man direkt davor steht. Auch total witzig, dass er direkt in der Fussgängerzone steht. Dort habe ich nicht unbedingt einen  37 Meter hohen Leuchtturm vermutet. Aber noch heute ist er in Betrieb und sendet sein Licht auf die See.

Auf zwei Aussichtsplattformen kannst du die Aussicht für 2 Euro von dem 31 m hohen Turm auch geniessen und erhälst von dort aus einen tollen Ausblick über die Ostsee und Warnemünde. Bei gutem Wetter soll man sogar Dänemark erspähen können.

Öffnungszeiten: etwa von Ostern bis zur ersten Oktoberwoche zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet

Warnemünde Tipp #2: Der Alte Strom

Der Alte Strom mit seiner Flaniermeile ist gut besucht an diesem Wochentag im Juni. Für meine Verhältnisse ist diese Sehenswürdigkeit von Warnemünde sehr gut besucht. Kein Wunder, Fischkutter an Fischkutter liegen im Hafen und geschäftstüchtige Fischer verkaufen an Einheimische und Touristen Fischbrötchen und mehr.

Hier fahren auch Unmengen an Ausflugsschiffe ab, die dich auf eine Hafenrundfahrt mitnehmen.

In den malerischen Häusern in der ersten Reihe dieser Flaniermeile Warnemündes findest du dutzende gemütliche Cafés, Restaurants und Geschäfte.

Warnemünde Tipp #3: Die Westmole

Die Promenade „Am Strom“ geht nahezu nahtlos in die 541 Meter lange Westmole über. Diese dient vor allem als Schutz, indem sie bei Sturm als Wellenbrecher die tobende Ostsee von der Küste fernhält.

Normalerweise zieht es auch zur Westmole Scharen von Besuchern, aber wir waren eher bei Tagesende dort und es war eher schön still. Dennoch hat die Westmole etwas beruhigendes. Kein Wunder, wir stehen hier wirklich am äussersten Zipfel von Warnemünde und haben einfach nur einen tollen Ausblick aufs Meer.

Die 541 m lange Mole bietet ausserdem den besten Blick auf alle einfahrenden Schiffe, und da Warnemünde mit 200 jährlich anlegenden Kreuzfahrtschiffen der grösste Kreuzfahrthafen Deutschlands ist, kann sich das schnell lohnen. Ansonsten bleibt dir natürlich der Blick auf die Ostseeriesen, die Rostock mit Helsinki, Trelleborg und Gdynia verbinden.

Warnemünde Tipp #4: Achterreeg

Achterreeg wurde früher in Norddeutschland gesagt und bezeichnet die heutige Alexandrinenstrasse, die parallel zum Alten Strom verläuft und schon ein ganz anderes Bild von Warnemünde liefert.

Ruhig, idyllisch und gemütlich. Hier lässt es sich aushalten und die schönen Häuschen bewundern und nebenbei ein leckeres und frisches Gelati geniessen. Du kannst hier zum Beispiel das Heimatmuseum besuchen oder einfach in der ruhigen Strasse an kleinen Läden und Geschäften vorbei schlendern.

Warnemünde Tipp #5: Die Warnemünder Kirche

Unweit des Heimatmuseums stösst du auf die Kirche von Warnemünde. Eingeweiht wurde diese im Jahre 1871, nachdem den Einwohnern Warnemündes die Vorgängerkirche (die sog. Fischerkirche) zu klein geworden war.

Einer meiner Warnemünde Tipps zur Kirche: Jeden Samstag findet auf dem Kirchenplatz ein Wochenmarkt statt.

Warnemünde Tipp #6: Der Teepott

Was für ein witziger Name für ein Gebäude. Der Teepott ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das direkt neben dem Leuchtturm liegt und erst 2002 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder eröffnet wurde. In dem Gebäude selbst befinden sich mehrere Geschäfte, wie eine Bar und eine Bäckerei und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Warnemünde.

Warnemünde Tipp #7: Der Strand

Das absolute Highlight unter den Warnemünde Sehenswürdigkeiten wird nicht nur für mich der weitläufige (etwa fünf Kilometer) und fast weiße Sandstrand sein. Er erreicht eine Breite von bis zu 100 Metern und ist damit nicht weniger als der breiteste Ostseestrand Deutschlands.

Ich gebe zu, im Juni war es gerade angenehm um die Flip Flop aus zu ziehen und die Füsse in den feinen Sand zu stecken und von einer kleine Welle im Meer umspülen zu lassen. Hier kommt das Sommerfeeling einfach hoch und bringt dir ein lächeln ins Gesicht.

Wir haben es sehr genossen am Meer zu sein, die Sonnenstrahlen auf uns wirken lassen und die frische Meeresbriese einatmen zu können. Bei einem kleinen Spaziergang am Meer genossen wir den Ausblick auf die Weite und die friedliche Stille, die das Meer ausstrahlt. Auch der Sonnenuntergang kannst du hier am Abend wunderschön miterleben.

Ich möchte gar nicht wissen, wie überlaufen der Strand im Sommer ist. Dann doch lieber mal in der Vorjahreszeit oder eben kurz vor der Hauptsaison einen Abstecher nach Warnemünde machen.

Warnemünde Tipp #8: Alexandrinenstrasse und Heimatmuseum Warnemünde

Die Alexandrinenstrasse ist die ruhigere Parallelstrasse der oftmals überfüllten Hauptflaniermeile Alter Strom.

Das „ruhiger“ führte dazu, dass wir die Alexandrinenstrasse auch als idyllischer empfanden. Mit dieser Ansicht stehen wir nicht alleine da: Für einige ist die Alexandrinenstrasse die schönste Strasse Warnemündes. Ein hübsches Kapitänshaus mit Veranda reiht sich hier an das nächste.

Leider hatte das Heimatmuseum Warnemünde zu unserer eher späten Abendstunden bereits geschlossen. Somit konnten wir es nicht besuchen. Wenn du allerdings noch mehr über die Geschichte Warnemündes erfahren möchtest, dann solltest diesem Museum einen Besuch abstatten.

Öffnungszeiten: zwischen April und Oktober täglich ausser montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet; zwischen November und März täglich ausser montags und dienstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Eintritt: 3 €

Wohnmobilstellplatz in Warnemünde

Der Hafen Wohnmobilstellplatz für Caravans liegt in erster Lage und mitten drin. Und das Schöne ist, du siehst vorbeifahrende Katamaran, Kreuzfahrtschiffe und kleinere Frachter direkt vor deinem Schlafzimmerfenster.

  • Adresse: Hafen, 18119 Rostock-Warnemünde
  • Parken: im angrenzenden Parkplatz für PW’s jedoch extra gekennzeichnet für Wohnmobile für 18 EUR pro Tag
  • Entsorgung: frisches Wasser für 50 cent pro 100 Liter

Fazit

Warnemünde ist sehr schön und hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, vor allem der tolle Strand hat es uns angetan. Zum Glück waren wir, wie oben bereits erwähnt etwas vor der Hauptsaison vor Ort, denn es hatte bereits viele Touristen in diesem kleinen Ort. Wir möchten nicht wissen, wie es hier im Sommer zu und her geht. Wir können uns vorstellen, dass auch der Stellplatz im Sommer oft voll ist und es gar keinen Stellplatz mehr frei hat für einen Wohnmobilisten der spontan vorbei fährt.

Viele Menschen, die schon in der Vorsaison entlang der Strandpromenade flanieren, den Strand bevölkern oder entlang des Alten Stroms laufen.

Warnemünde können wir dir daher eher für die Vorsaison empfehlen und dann mit einer Übernachtung auf dem Wohnmobilstellplatz direkt im Hafen von Warnemünde.

Wie ist es dir ergangen als du dort warst? Oder möchtest du einmal nach Warnemünde? Hast du noch weitere Tipps für Warnemünde? Erzähl uns doch davon in den Kommentaren.