Blog,  Norwegen

Oslo

Skandinavische Länder erfreuen sich inzwischen grosser Beliebtheit, wenn es darum geht Urlaub in der Natur zu machen. Aber auch die Städte dort, sind immer wieder einen Besuch wert. So auch Oslo, aber was kannst du an einem 2-Tagesausflug in Oslo alles unternehmen? Oslo ist eine Stadt, die im Winter und auch im Sommer, zum Flanieren einlädt. Aber die Haupturlaubszeit ist definitiv von Juni bis August, wenn es um Sightseeing geht. Viele Aktivitäten sind im Winter geschlossen, was die Wintersportler von euch, aber nicht abhalten sollte. Denn auch im weissen Schneekleid ist die Stadt ein Traum.

Museen in Oslo

Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten zählen natürlich die vielen spannenden Museen, die die Hauptstadt Norwegens für euch bereit hält. Die wichtigsten und interessantesten Museen der Stadt habe ich euch hier zusammengefasst. Alle Museen, die hier aufgelistet sind, könnt ihr als Besitzer des Oslo Passes sogar kostenfrei besuchen. Mehr zu dem Pass erfahrt ihr weiter unten.

Nationalgalerie: In der Nationalgalerie gibt es immer wechselnde Ausstellungen, aber auch eine Basisausstellung, die interessante norwegische und ausländische Gemälde und Skulpturen zeigt, wie zum Beispiel Edvard Munch’s „Der Schrei“. Die Nationalgalerie hat die größte Kunstsammlung norwegischer, skandinavischer und internationaler Kunst vom frühen 19. Jahrhundert bis heute. Der Eintritt in dieses Museum liegt bei knapp 12€.

Norwegisches Freilichtmuseum: Das Freilichtmuseum bringt euch die norwegische Lebensweise etwas näher. 155 traditionsreiche Gebäude aus ganz Norwegen gibt es hier zu bestaunen. Im Sommer gibt es großartige Attraktionen wie Volkstanz mit Musik, eine Fladenbäckerei, Kutschfahrten und vieles mehr. Das Museumspersonal trägt traditionelle norwegische Trachten. Für 9 bis 13€ Eintritt gibt es hier Norwegen-Feeling pur!

Wikingerschiffsmuseum & Fram Polarschiffmuseum: Im Wikingerschiffsmuseum in Oslo sind die am besten bewahrten Wikingerschiffe der Welt ausgestellt. Sie stammen aus dem 9. Jahrhundert. Für Studenten kostet der Eintritt 8€, der reguläre Preis liegt bei 10€. Im Fram Polarschiffmuseum könnt ihr das stärkste Schiff der Welt begutachten. Die Fram wurde bei drei berühmten Polarexpeditionen eingesetzt und wird nun mit gut erhaltener Einrichtung ausgestellt. Der Eintritt in dieses Museum kostet 12€ bzw. 5€, wenn ihr Student seid.

Holmenkollen Skimuseum & Sprungschanze: Erlebt das älteste Skimuseum der Welt und genießt die herrliche Aussicht über Oslo vom Schanzenturm aus. Es gibt dort auch einen Simulator, mit dem ihr einen Sprung von den Schanzen selbst erleben könnt – ohne Verletzungsgefahr versteht sich! Der Eintritt beträgt 15€.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Oslo

Natürlich gibt es in Oslo nicht nur Museen. In der vielseitigen Stadt findet ihr auch viele spannende kulturelle und geschichtliche Sehenswürdigkeiten, die euch sicherlich begeistern werden.

Oper & Ballett: Das neue Opernhaus, direkt am Wasser liegend, lädt euch dazu ein, das Dach zu besteigen und eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Fjord zu genießen. Allein der große, moderne Glaskomplex ist ein echtes Highlight für sich. Aber natürlich geht es in erster Linie darum, euch ein vielfältiges Programm auf drei Bühnen zu liefern – hier ist garantiert für jeden etwas dabei.

Königliches Schloss Oslo: Der königliche Palast ist für Besucher nur von Ende Juni bis Mitte August geöffnet. Eine einstündige Führung bringt euch in die tollsten Gemächer und Säle der Königsfamilie. Die tägliche Wachablösung, die wie auch im Buckingham Palace in London viele Besucher anlockt, findet um 13.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet regulär etwa 14€, für Studenten etwa 11€.

Festung Akershus: Die Festung wurde im 13. Jahrhundert erbaut und im Laufe der Jahre erweitert und restauriert. Im Sommer gibt es täglich sehenswerte Führungen im Freien.

Vigeland Skulpturenpark: Mehr als 200 Skulpturen aus Bronze, Granit und Schmiedeeisen könnt ihr im Vigeland Skulpturenpark, der nach dem Bildhauer Gustav Vigeland benannt wurde, begutachten. Das ganze Jahr über ist der Park rund um die Uhr geöffnet.

TusenFryd Vergnügungspark: TusenFryd ist Norwegens größter Freizeitpark mit Achterbahnen, Karussells und einem Wasserpark. Eine Tageskarte kostet zwischen 34 und 42€, je nachdem, ob ihr an einem Wochentag oder am Wochenende gehen möchtet.

1. Aker Brygge: das Hafenviertel

Das Hafenviertel Aker Brygge ist besonders im Sommer ein richtiger Hotspot der Stadt.

Viele Restaurants, kleine Boutiquen und natürlich auch das gleichnamige Einkaufszentrum machen das ehemalige Werftgelände aus. Ausserdem lädt seine charmante Gestaltung mit viel Glas und Backstein im Industriestil zum längeren Verweilen und Flanieren ein. Ebenfalls direkt in Aker Brygge gelegen, ist das Astrup Fearnley Museum of Modern Art, welches regelmässig Art Nights veranstaltet und sich damit für einen langen Abend im Hafenviertel anbietet.

Im Sommer lässt es sich auf der Mole hervorragend flanieren. Im Winter laden hingegen die vielen Geschäfte und Lokale zum Verweilen ein. Zu den Oslo Sehenswürdigkeiten gehört Aker Brygge auf alle Fälle!

2. Museumshalbinsel Bygdoy

Ebenfalls ganz einfach mit der Fähre zu erreichen, ist die Museumshalbinsel Bygdoy.

Dort erwarten euch riesige, nachgebaute, alte Schiffe im Museum Kon-Tiki. Daneben liegt das Frammuseet, welches sich hauptsächlich mit der Polarexpedition Roald Amundsens befasst und außerdem umfassend über die dokumentierte Flora und Fauna berichtet. Generell hat Bygdoy nicht ohne Grund den Beinamen „Museumshalbinsel“: Mehr als zehn verschiedene Museen befinden sich auf der Insel! Es lohnt sich für euch also sehr, die Fähr-Linie B9 zu nutzen und eine Fährfahrt mit dem Museumsbesuch zu verbinden, zumal die B9 für Besitzer des Oslo Passes kostenlos ist! Nach dem Kulturprogramm bieten sich viele kleine, urige Cafés zum Ausspannen an, wie zum Beispiel das malerische und direkt an der Küste gelegene Lille Herbern

3. Den Norske Opera: den Sonnenuntergang vom Operndach aus geniessen

Wer weder im Hafenviertel noch an Bord der Fähre den wunderschönen Sonnenuntergang über Oslo bewundern konnte, bekommt hier nun eine weitere Chance: Auf dem Dach des Osloer Opernhauses.

Dort kannst du die gesamte Stadt sehen und auch einen Blick auf die das Eismeer nach Caspar David Friedrichs nachstellende Skulptur „Hun ligger“ werfen.

Die nach dem Aussehen eines Eisbergs konzipierte Oper ist übrigens auch selbst super spannend. Eine Besichtigung von innen lohnt sich sehr, dort kannst du an Führungen durch die Bühnenbildabteilung und andere Backstagebereiche teilnehmen. Diese finden auf Englisch statt.

Die Aussenfassade besteht aus Glas und Carrara-Marmor. Grosse Fenster auf Strassenebene erlauben Besuchern und Passanten einen interessanten Einblick in Probenaktivitäten. Vom Panoramadach der Oper kannst du einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und die Bjørvika-Bucht besichtigen.

Meisterwerk der Akkustik

Im Innern gibt die 15 m hohe Glaswand im Foyer den Blick aufs Wasser frei. Der grosse Saal hat die Form eines Hufeisens. Diese soll an die klassischen Theater der Vergangenheit erinnern und zudem eine optimale Akustik gewähren. Sie entspricht damit dem Grundriss der Dresdner Semper Oper.
Auch die geschwungene Rangbrüstung und der Kronleuchter aus 17’000 Gläsern, die als akustischer Reflektor dienen, sorgen für eine einmalige Klangqualität. Der Bau des Architektenbüros Snøhetta wurde bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Angesichts dieses spektakulären Baus ist das aber auch kein Wunder.

4. Die Mathallen: Genuss auf Norwegisch

Außer der traditionellen, eher deftigen Küche gibt es, ebenfalls in Grünerløkka gelegen und somit einen Abstecher wert, die Mathallen. Eine Art überdachter Markt und Zentrum norwegischer Lebensmittelkultur.

Auf dem ehemaligen Fabrikgelände kann man sich heute zwischen Bäckerei, Delikatessengeschäft, Fischhändler und Metzger von landestypischen Köstlichkeiten und ausländischen Spezialitäten inspirieren lassen. Zur Erholung zwischendurch lassen sich auch Cafés, Wein- und Bierbars sowie stylische Restaurants finden. Zusätzlich zum täglichen Marktgeschehen werden in der Kurs- und Eventküche der Halle verschiedenste Veranstaltungen angeboten.

5. Das Rathaus und das Nobel-Friedenszentrum

Zum Pflichtprogramm in Oslo gehört definitiv auch das große Rathaus, mit seinen 2 Türmen und der astronomischen Uhr, ein bekanntes Osloer Fotomotiv!

Im Rathaus befinden sich das Stadtparlament, Festsäle und in den Türmen einige Büroräume. Dort werden übrigens seit 1994 keine Paare mehr getraut, dafür wurde das Tinghus (Courthouse) erbaut. In den Räumen für festliche Anlässe finden im Jahr einige 100 Veranstaltungen statt. Die Berühmteste ist dabei natürlich die jährliche Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel!

Apropos Friedensnobelpreis: In direkter Nähe zum Rathausplatz, im Vestbanestasjonen, dem ehemaligen Westbahnhof, ist das Nobel-Friedenszentrum seit 2005 zu finden. Hier kann man Ausstellungen zum Friedensnobelpreis, den Preisträgern und viele weitere Informationen entdecken, die in den alten Zughallen in schöner Atmosphäre ausgestellt werden.

6. Karl Johans Gate & das königliche Schloss

Wo wir nun schon einmal auf der Haupteinkaufsstraße, der Karl Johans Gate sind, können wir uns auch mit dem reichhaltigen Shopping-Angebot befassen, das hier geboten wird.

Von den typischen Modeketten, über Luxus-Marken, von Gastronomie bis zu Clubs und Bars findet sich hier alles, was das Herz begehrt. Bedenkt dabei aber, dass dies auch das touristische Zentrum ist, die ohnehin schon hohen Preise Oslos also noch ein wenig übertroffen werden. Natürlich steht in unmittelbarer Nähe das königliche Schloss, dessen 173 Räume zur Sommerzeit auch von innen besichtigt werden können. Der Park rund um das Schloss ist frei zugänglich, ohne Absperrung durch Zäune!

7. Akerhus Schloss und Befestigung

Besuchen Sie unbedingt auch Schloss und Festung Akershus bei Ihrem Oslo Urlaub.

Akershus früher

Die Festung wurde 1299 von König Håkon V. Magnusson Akershus errichtet. Die mittelalterliche Burg hatte eine hervorragende strategische Lage auf der Landzunge Akersneset.

Unter Christian dem IV. wurde die Burg im 17. Jahrhundert aber zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Während ihres über 700-jährigen Bestehens hat das Schloss stets eine wichtige Rolle in der Geschichte des Landes gespielt.

Akershus heute

Heute wird Schloss Akershus vor allem als Tagungsort für offizielle Veranstaltungen und Staatsempfänge genutzt. Bei einer Besichtigung des Schlosses können Sie zum Beispiel die schönen Säle, die Schlosskapelle und die Schlosskirche bestaunen.

Aber auch das königliche Mausoleum sowie die offiziellen Empfangs- und Festräume der Regierung können begutachtet werden. Damit gehört die Festung zurecht in unsere Travelcircus Top 10 der Oslo Sehenswürdigkeiten, oder?

Erfahrungsbericht: Oslo Pass – lohnt sich die City Card?

Zahlreiche Städte bieten ihren Besuchern sogenannte City Cards an. Touristen können so von vielen Ermäßigungen profitieren, wie zum Beispiel freie oder günstigere Eintritte in Museen, kostenlose Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr, kürzere Wartezeiten an Sehenswürdigkeiten oder Rabatte in Restaurants und Cafes.

Keine Lust zum weiterlesen? Oslo Pass online bestellen

Vorteile mit dem Oslo Pass kurz zusammengefasst:

  • Kostenloser Eintritt zu mehr als 30 Attraktionen und Museen in Oslo
  • Kostenlose Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Viele Rabatte in Restaurants, beim Shopping und Veranstaltungen
  • Rabatte des Oslo Pass bei weiteren Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Was ist der Oslo Pass?

Mit dem Oslo Pass – der offiziellen City Card Oslos – erhältst du kostenlosen Eintritt in über 30 Museen und Attraktionen, dazu sind die Fahrten im öffentlichen Nahverkehr kostenlos. Seit kurzem ist das Ticket als App verfügbar. Somit ist Oslo die erste Stadt der Welt, die über eine City Card, welche komplett über eine App funktioniert, verfügt.

Wenn du beim Städtepass sparen willst, musst du prüfen, was die jeweilige City Card kostet, welche Angebote inklusive sind, und welche Attraktionen und Museen du besuchen möchtest. Am besten vergleichst du die Kosten für eine Karte mit den Eintrittspreisen von Sehenswürdigkeiten, die du ansehen möchtest.

Bei meinem Oslo Besuch im Rahmen der Mini-Kreuzfahrt mit DFDS von Kopenhagen nach Oslo habe ich den Oslo Pass getestet. Ob sich dieser gelohnt hat, habe ich nun ausgerechnet:

Der 24-Stunden-Oslo Pass kostet 39

Hier direkt den Oslo Pass online bestellen

Was ohne Oslo Pass – Mit Oslo Pass
Mini Cruise Hop-on/Hop-off 185 NOK kostenlos
Fram Museum 80 NOK kostenlos
Fähre Rådhusbrygge – Bygdøy 90 NOK kostenlos
Metro Bahnhof – Holmenkollen – Bahnhof 60 NOK kostenlos
Summe 415 NOK

Das macht in Summe 415 NOK – 290 NOK = 125 NOK. Somit kannst du ca. 16,70 € sparen. Für einen Tag finde ich das eine ganze Menge.

Da ich den Stress mit Tickets kaufen an der Metro und in den Museen nicht hatte, lohnt sich der Oslo Pass noch viel mehr.

Mein Tipp deshalb: Der Oslo Pass lohnt sich. Kaufen und die Stadt entdecken!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.