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Nordkap

Das Nordkap zu erreichen – ob mit dem Auto, dem Motorrad, dem Wohnmobil, dem Fahrrad, dem Trekker oder zu Fuss – das ist für viele ein Traum! Einmal im Leben am nördlichsten Punkt Europas stehen, das Eismeer zu sehen und zu fühlen und inmitten einer gigantischen Kulisse aus Meer, Klippen und rauem Wetter die Gedanken kreisen lassen – kurzum: eine atemberaubende Nordkap Tour erleben! Das hat etwas majestätisches. Oder etwa nicht?

Auf unserem Roadtrip durch Norwegen, Schweden und Finnland lag das Nordkap auf dem Weg. Und ich gebe zu: wir haben uns am Meisten auf diesen Stop gefreut.

Die E 69 – die einzige Strasse, die zum Nordkap führt

Die Europastrasse 69 – oder eben E 69 – ist die Verbindungsstrasse vom Olderfjord und dem Nordkap im Norden Norwegens. Die Strasse ist 129 Kilometer lang und auf dem Weg zum Nordkap durchfährst du insgesamt 5 Tunnels. Der längste und beeindruckendste ist mit knapp 7 Kilometern der Nordkaptunnel. Während der Fahrt bist Du in der Mitte 212 Meter unter dem Meeresspiegel. Wir sind mit dem Wohnmobil durch den Nordkaptunnel gefahren.

Und weil die Norweger Superlative lieben, da diese sich gut vermarkten lassen, fanden sie für die E 69 auch einen: die Europastrasse 69 ist die nördlichste Strasse der Welt (mit Anbindung an ein internationales Strassennetz).

Das Nordkap – was dich auf der E69 und den letzten 129 Kilometern erwartet:

Die letzten 129 Kilometer auf der Europastrasse 69 sind spektakulär! Wie ihr auf der Landkarte erkennt, führt die E69 euch konstant an der Küste entlang. Es gibt also auch hier unzählige und lohnenswerte Fotomotive.

Mein Tipp daher: plane genug Zeit ein um diese Strasse zu fahren! Es passiert schnell, dass du auf eurem Norwegen Roadtrip für ausgerechnet diesen Teil der Reise kein Zeitbudget mehr zur Verfügung hast. Wenn du nicht gerade zur absoluten Hochsaison auf der E69 unterwegs bist, erwartet dich auch hier leere Strassen, aber je nördlicher du fährst, desto voller wird es.

Auf dem Weg ans nördliche Ende Europas kommst du unter anderem an ganz vielen Tieren vorbei.

Das Nordkap – Ankunft am Ende der Welt

Viel zu schnell kommen wir oben an. Das Nordkap liegt vor uns. Von jeglichem gigantischen Anblick trennt uns nur noch eine Schranke, an der wir eine Eintrittskarte kaufen bzw. konnten wir unseren Blog nennen und durften somit gratis reinfahren. Im Kassenhäuschen sitzt eine Deutsche, was sicherlich nicht überraschend sein sollte. Dann öffnet sich die Schranke wir suchen uns auf dem nördlichsten Parkplatz Europas, auf dem ein paar wenige Wohnmobile abgestellt sind und ganz offenkundig vorhaben, nicht sehr lange zu bleiben, einen Platz. Da mussten wir auch gar nicht lange überlegen, wir wollten Poleposition stehen 🙂

Der Wind pfeift uns aus dem Auto und wir mummeln uns dicker ein. Auf gehts in die Nordkaphallen hinein und gleich auf der anderen Seite wieder raus, direkt zur berühmten Weltkugel, dem Wahrzeichen des Nordkap! Die Sicht auf die Klippen, das Eismeer und die gigantische Landschaft ist frei von Nebel, was selten vorkommen soll hier oben. Vor der Weltkugel stehen wenige Touristen, schiessen Selfies und bergeweise Fotos. Genau das werden wir auch gleich machen. Wir erwischen kurz nach Ankunft einen Moment, als wären wir komplett allein hier oben. Zugegeben, wir hatten es uns hier deutlich voller vorgestellt. Wir schauen dem Treiben eine Weile zu, aber eine echte Nordkapromantik will sich nicht einstellen. Vermutlich weil mein Herz einer anderen Ecke Norwegens gehört, oder doch zu viele Touristen hier oben sind.

Wir schossen noch ein paar weitere Fotos und setzen uns dann für den Film ins Nordkap Kino ein.

Unser Highligh am Nordkap

Unsere persönliche Sensation teilen wir dir ohne Worte mit:

Weitere hilfreiche Informationen und Tipps für einen Besuch am Nordkap

  • wer die Zeit am Nordkap voll ausnutzen möchte, übernachtet hier oder in Honningsvag und stattet dem dann leereren Nordkap auch mal mitten in der Nacht einen Besuch ab
  • der Eintrittspreis für das Nordkap beträgt 165 NOK pro Person für volle 12 Stunden oder 255 NOK pro Person für volle 24 Stunden
  • wer zu Fuss oder mit dem Fahrrad (also unmotorisiert) hoch kommt, muss keinen Eintritt bezahlen
  • Öffnungszeiten des Besucherzentrums in der Sommersaison 11 Uhr bis 1 Uhr
  • Übernachten im Wohnmobil auf dem Parkplatz ist möglich
  • Ein Besuch am Nordkap ist eine gute Gelegenheit, mal wieder eine Postkarte zu schreiben. Denn das Nordkap hat ein eigenes Postamt mit eigenen Briefmarken!
  • weitere Infos könnt ihr hier nachlesen

 

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